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Dr.med.vet. Rasso Mantel Neu auf der Digitalen Katzenfibel: Ab sofort beantwortet Ihre Fragen Herr Dr. Rasso Mantel, Fachtierarzt für Kleintiere aus München. Schicken Sie bitte Ihre Fragen per E-mail oder nutzen Sie das Feedback-Formular (ganz unten auf der Seite). Fragen & Antworten werden in dieser Rubrik veröffentlicht.

PS: Dr. Mantel wird sich bemühen, die Fragen so schnell wie möglich zu beantworten. Gelegentlich kann es einige Tage dauern, wenn die Fragen komplexer sind oder Herr Doktor einige Tage verreist ist.

Bevor Ihre Frage an Herrn Dr. Mantel stellen, lesen Sie bitte unten Fragen und Antworten. Die Antwort auf Ihre Frage könnte bereits vorhanden sein. Ab sofort werden keine Verhaltenfragen mehr beantwortet. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an einen Verhaltenstherapeuten oder oder lesen Sie das Buch von Wolf-Dieter Schmidt Verhaltenstherapie der Katze. [25.03.2007]

Die Rubrik 'Leserbriefe' wurde Ende 2008 geschlossen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Dr. Mantel für zahlreiche beantwortete Fragen! [28.05.2009]

Lesen Sie auch: Dr. Rasso Mantel. Mammatumore bei Katzen

2008

Sehr geehrter Dr. Mantel, [27. November 2008]

würde gerne Ihre Meinung hören. Unsere Katze 12 Jahre hat etwa seit 4 Jahren einen chronischen Katzenschnupfen. Haben diverse TA konsultiert, leider mit keinem Ergebnis. Alle sagten sie müsse damit leben. Es ging ihr auch gut, außer daß ihr die Nase lief(meistens gelb/grün).Wenn es schlimm war gab ich Antibiotika, dann war es einige Tage gut.

Vor 2 Wochen tastete ich einen großen Tumor vom li Ohr bis an die Schilddrüse. Er muß schnell gewachsen sein, denn 2 Monate zuvor hatte sie ihn noch nicht. Ich eilte sofort zum TA, der meinte er wäre wahrscheinlich bösartig, weil er so schnell gewachsen ist. Er machte eine Feinnadelpunktion, darin sah er nur Drüsen- und Entzündungszellen. Das Blutbild war gut, keine Hyperthyreose. Er meinte man solle operieren, die Operation sei aber sehr schwierig wegen der Lage. Mein frühere TA (im Ausland meinte auch operieren und falls man den Tumor nicht beseitigen kann euthanasieren) Ich sagte, ich müsse mir das erst überlegen, weil sie immer noch gut frißt und scheinbar keine Schmerzen hat. Seither ist 1 Woche vergangen und ich taste weitere Tumore auf der rechten Seite der Luftröhre, auch schreit sie manchmal auf wenn sie Trockenfutter ist. Gebe ihr jetzt nur noch Naßfutter. Was mich verwundert ist, daß sie immer noch die erste am Futternapf ist. Eigentlich möchte ich ihr keine OP mehr zumuten. Alter, chron. Schnupfen, schwierige Tumorlage. Meinen sie das ist richtig?

Mit freundlichen Grüssen
Ingrid Brand

Dr. Mantel: Eine Antwort hierauf ist schwierig zu geben, ohne den Patienten wirklich zu sehen/zu kennen. Im Zweifelsfall sollten Sie vielleicht noch eine zweite Meinung einholen bzw. eine erneute Tumorabklärung durchführen lassen.

Es gibt Tumore der Lymphknoten, die in der Region manchmal schwierig zu befunden sind, manchmal braucht es statt einer Feinenadelaspiration doch noch eine echte Biopsie, um Sicherheit zu haben. Erst dann weiß man in diesem fall ja auch, woran man wirklich ist.


Guten Tag! [13. November 2008]

mein Name ist Christine Buchholz, ich komme aus Berlin! Die frage zu meiner Katze ist kurz erklärt, wenn sie zu mir kommt zum Schmusen u. Kuscheln, läuft ihr oft so ein dunkles flüssiges Sekret aus dem Po, zu mindest denke ich das es von dort kommt, da es äußerst unangenehm nach Kot o.ä. riecht! können sie mir erklären warum das so ist, ist meine Katze krank o. ist das völlig normal?

Vielen dank für ihre Hilfe!
mfg. Buchholz

Dr. Mantel: Es handelt es sich um Analbeutelsekret. Die Antwort wird wie öfter darauf hinauslaufen, daß ein Tierarzt die Analbeutel kontrollieren sollte...

Vielen dank für ihre schnelle Hilfe! Ist das gefährlich mit dem Sekret, tut ihr das weh? Was macht der Tierarzt in einem solchen Fall?

Viele liebe Grüße
Buchholz

Dr. Mantel: Die Sache kann durchaus etwas unangenehm sein, wenn sich Sekret staut. In dem Fall läßt sich das Sekret mit einem bestimmten Griff entleeren; solange es der Katze gut geht, würde ich zunächst abwarten.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [9. Oktober 2008]

unser 13 Jahre alter Kater (Perser-Mix) wird wegen einer Darmerkrankung seit zirka neun Monaten mit Cortison behandelt. Seitdem ist er seinen Durchfall und Blut im Stuhl losgeworden. Unser Tierarzt denkt, daß es Morbus Crohn oder so etwas ist. Außerdem haben wir das Futter umgestellt auf Kost für Tiere mit empfindlicher Verdauung.

In der letzten Zeit trinkt Mucki ungewöhnlich oft, manchmal dreimal in zwei Stunden. Früher haben wir ihn eher selten trinken sehen. Es darf nur kein Leitungswasser sein, das bei uns recht kalkhaltig ist. Regenwasser oder stilles Mineralwasser sind ihm am liebsten. Außerdem geht er natürlich öfter auf die Toilette.

Er frißt auch etwas mehr als früher, hat aber trotzdem etwa ein halbes bis ein Pfund abgenommen. An den Schulter- und Hüftgelenken ist er richtig knochig geworden. An den Rippen fühlt er sich aber so wie immer an.

Extrem auffällig ist, daß er ein richtiger "Brüllaffe" geworden ist, der nachts drei bis viermal aufsteht, durchs Haus geistert und wie ein Schaf blökt und schreit. Wir halten es nicht für Schmerzlaute, aber für einen Ausdruck von Mißbehagen. Auch tagsüber im Garten zeigt er dieses Verhalten.

Er war bislang sehr gut an unseren Rhythmus angepaßt und hat nachts oft bei uns im Bett geschlafen. Das macht er jetzt aber fast gar nicht mehr. Er ist ein richtig unruhiger Geist geworden.

Wir sind vor einem knappen Jahr umgezogen, das seltsame Verhalten hat aber erst vor drei Monaten eingesetzt. Der Besuch beim Tierarzt hat bezüglich Sehkraft und Gehör nichts ergeben. Allerdings wurde das Blut nicht untersucht.

Kann es sein, daß die Cortinsongabe zu derartigen Nebenwirkungen führt. Kann vielleicht Diabetes dahinter stecken. Wir haben schon versucht, seinen Urin einzufangen, um ihn untersuchen zu lassen, aber das schaffen wir nicht.

Muckis Tierarzt ist ein Katzenfreak, scheint uns aber ein bißchen wurschtig zu sein.

Welche Diagnoseschritte halten Sie für sinnvoll?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Und ein dickes Kompliment für Ihr tolles Angebot im Internet.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Bauer

Dr. Mantel: Prinzipiell ist v ermehrtes trinken und fressen unter Cortisoneinfluß nicht ungewöhnlich, abnehmen aber schon... Ich denke, es sollte nach anderen Krankheiten geforscht werden, die mit der Darmerkrankung nichts zu tun haben, sprich Urin- und v.a. Blutuntersuchung gemacht werden (Diabetes, Schilddrüsenproblem etc), außerdem ist natürlich auch die Frage, inwieweit sich die Darmerkrankung verschlechtert bzw. verändert hat, u.U. ist auch ein Tumor aus der Ursprungsproblematik entstanden, also wäre sicher röntgen und/oder Ultraschall ratsam.


Hallo Herr Dr. Mantel, [4. Oktober 2008]

ich hatte Ihnen erst vor ein paar Tagen von meiner weißen Perserkatze berichtet, ich war mit ihr beim Tierarzt und wollte die Zähne trotz des hohen Alters (18 Jahre ) ziehen lassen, leider kam dabei heraus das die Zähne gar nicht das Problem für das vermehrte sabbern sind, der Tierarzt stellte einen großen Tumor unter der Zunge fest und meinte, die Zunge sei z. T. schon ganz verhärtet, er hat jetzt eine Probe genommen, auf das Ergebnis warte ich noch.

Die Katze frißt und benimmt sich auch sonst ganz normal schnurrt und es sieht nicht so aus, das sie Schmerzen hat. Gibt es eine Therapie oder was kann ich sonst tun? Über eine Antwort würde ich mich freuen.

M.f.G.
Dagmar Fuhrmann

Dr. Mantel: Sie sollten sicher zunächst den Befund abwarten und dann in Zusammenarbeit mit ihrem Tierarzt entscheiden, was zu tun ist. Generell kann auch in dem Bereich operiert werden, wobei natürlich die Prognose schlecht ist, wenn der Tumor bösartig und die Zunge mit einbezogen ist...


Hallo, [21. September 2008]

jetzt benötige ich auch dringend Ihren Rat nachdem ich seit langem immer wieder mal auf Ihrer Seite stöbere, die übrigens klasse ist.

Vor drei Wochen haben wir für viel Geld eine BKH Katze (fünf Monate) erworben. Gleich vom ersten Tag an hatte das Mädel Durchfall. Sie macht überall hin, auch mal ins Katzenklo. Zuerst haben wir es für ein Umstellungsproblem durch Streß oder Futter gehalten. Nach ein paar Tagen haben wir unseren Ta aufgesucht. Die Maus hatte Fieber und bekam eine Antibiotikaspritze und Tabletten für weitere fünf Tage. Gebessert hat sich nichts, obwohl sie ständig im Katzenklo sitzt macht sie überall hin, weil ihr der Kot aus dem Po tropft so flüssig ist er. Außerdem stinkt dies erbärmlich. Äußerlich keine Krankheitssymptome ersichtlich, sie frißt, spielt und schmust ganz normal. (Der Züchter zieht sich davon nichts an und behauptet, die Katze wäre bis zum Umzug völlig unauffällig gewesen). Ich hoffe Sie wissen Rat.

Lieben Dank
Petra Hackstein und Happy

Dr. Mantel: Sicher ist es vernünftig, zunächst eine umfassende Kotuntersuchung durchführen zu lassen (Parasiten incl. Einzeller, Keime etc) und man sollte durchaus auch bestimmte Diätfuttermittel anbieten. Hilft das nichts, sollte weiterhin auch eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Der Umstellungsstreß ist sicher mit verantwortlich, aber eben nicht alleine...


Hallo Herr Dr. Mantel, [19. September 2008]

ich habe eine 18 Jahre alte weiße Perserkatze, seit einiger Zeit leidet sie unter starker Zahnfleischentzündung, sie hat braunen Ausfluß aus dem Mund, so das das Weiße Fell ziemlich schlimm aussieht, läßt sich kaum mit Wasser entfernen. Der Tierarzt verabreichte ein Antibiotikum, es hat aber nicht wirklich geholfen. Was kann ich sonst noch tun? Die Katze frißt ganz normal. Der Tierarzt meinte auch, die Katze sei zu alt für eine Narkose und deshalb könnte er die Zähne nicht ziehen. Über einen Rat wäre ich sehr froh.

M.f.G.
Dagmar Fuhrmann

Dr. Mantel: Offenbar ist die Zahnfleischentzündung das wesentliche Problem und so, wie sie es beschreiben ist die Sache auch sicher nicht sehr angenehm für die Katze. Im Idealfall sollte eine Zahnsanierung durchgeführt werden, d.h. eine Entfernung des Zahnsteines mittels Ultraschall, idealerweise polieren der zähne und im schlimmsten Fall auch eine Zahnextraktion, wenn nötig.

Aufgrund ihres hohen alters ist die Katze sicher ein Risikopatient, aber mit entsprechenden Narkosemitteln, Narkoseüberwachung, Blutuntersuchung vorher und der entsprechend vorsichtigem Narkoseregime ist das Risiko sehr klein zu halten. sie so zu lassen scheint mir auch kein guter zustand und eine solche Zahnproblematik, wie sie hier vorzuliegen scheint ist durchaus auch ein sehr ernstes Gesundheitsrisiko!


Hallo, [17. September 2008]

Ihre Seite gefällt mir ziemlich gut.

ich habe eine drei Jährige Katze Namens Pumba sie wiegt etwa 6 Kg.

Ich weiß nicht genau wieviel Gramm Futter am Tag sie bekommen darf können sie mir da vielleicht helfen.

Würde mich freuen wenn ich eine Antwort von Ihnen bekommen würde

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Killian

Dr. Mantel: Für eine "normale" Katze, also beispielsweise Europäisch Kurzhaar, ist 6kg fast sicher einiges zuviel. Es geht also hier wahrscheinlich schon eher um Abnehmen.

Wieviel Gramm Futter ist schwer zu beantworten, weil jedes Futter ja unterschiedliche Nährwertmengen hat (Vgl.: ist ein kg Schweinshaxe zuviel? und ist ein kg Karotten sowenig?).

Sie sollten sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen, der zunächst das Idealgewicht ihrer Katze festlegt und dann gemeinsam mit ihnen ein Futter findet, das im Bedarfsfall zum abnehmen geeignet ist; ansonsten gibt es auf den meisten Futterpackungen grobe hinweise, wieviel Futter pro gewicht gefüttert werden kann. auch das sind aber nur richtwerte, denn wie beim Menschen ist es so, daß der eine mehr essen kann und der andere bei deutlich weniger essen schon zunimmt.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [2. September 2008]

wir hoffen, daß Sie uns helfen können. Es geht um unser Kätzchen 10 Monate alt das immer wieder an einer Zahnfleischentzündung leidet. Wir sind deshalb ständig mit ihr beim Tierarzt. Dort wird ihr aber immer nur Penizillin gespritzt, was 3 Monate anhält u. die ganze Sache geht wieder von vorne los. Dies nun schon 3 Mal. Das letzte Mal 3x wöchentlich. Es wurde ein Bluttest gemacht (Leukose u. noch irgend etwas). Aber Gott sei Dank ohne Befund. Sie ist mopsfidel. Zu Fressen bekommt sie Royal Canin kitten u. abends etwas Naßfutter. Ich hoffe, daß Sie uns weiterhelfen können. Wir warten auf Antwort u. bedanken uns schon im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
S.Kröning

Dr. Mantel: Einerseits gibt es tatsächlich eine eigenständige Erkrankung des Zahnfleisches, die ausgesprochen hartnäckig sein kann und nicht leicht zu behandeln ist. Es ist also auch völlig richtig, in diese Richtung zu untersuchen bzw. anderes auszuschließen (Stichwort Leukosetest etc).

Andererseits ist ihre Katze in dem alter auch noch im Zahnwechsel, was u.U. einen Gutteil hierzu beitragen kann.

Sofern es ihr an sich gut geht ist (in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt) zu überlegen, ob eine Behandlung derzeit wirklich nötig ist.

Sollte sie Probleme mit fressen, schmerzen etc haben, muß, so unangenehm es sein kann, die Zahnfleischentzündung (Gingivitis/Stomatitis) weiter abgeklärt und behandelt werden. Hierbei umfaßt die Palette der Möglichkeiten immunstimulierende Medikamente, Cortison, Antibiose, antivirale Medikamente und in letzter Instanz das entfernen der Backenzähne).


Sehr geehrter Herr Doktor Mantel, [18. August 2008]

ich habe mir bei einer Zucht im Allgäu einen kleinen Maine Coon Kater (heute 13Wo.) ausgesucht, der wegen einer Mittelohrentzündung eigentlich erst später nach Abheilung zu mir kommen sollte. Die Tierärztin der Züchterin diagnostizierte eben diese Mittelohrentzündung vor Ihrem Urlaub, und verordnete Antibiotika und Augentropfen die ins Ohr verabreicht werden sollten. Der Zustand des Kleinen verbesserte sich nicht wirklich, nach wie vor Kopfschieflage.

Nachdem die Tierärztin ihren Urlaub beendet hatte, hat die Züchterin den Kleinen nochmals untersuchen lassen, und mich davon in Kenntnis gesetzt, daß die Tierärztin anriet den Kater einschläfern zu lassen.

Umgehend habe ich den Kleinen im Allgäu abgeholt, und bin mit ihm in München in eine Tierklinik gefahren, in der er geröntgt wurde (Kosten hierfür € 280,00). Diagnose: hochgradig bakterielle Außenohrentzündung, die von einem Polyp der vor dem Trommelfell sitzt (Trommelfell ist durch den Polyp nicht zu sehen)ausgelöst wird. Nun soll der Polyp operativ entfernt werden (Kosten hierfür ca. € 600,00-800,00.)

Ansonsten ist der Kleine quietschfidel, frißt anständig, und tobt herum :))

Jetzt meine Fragen; Kann dieser Polyp nur operativ entfernt werden, wenn ja, wie sind die Heilungschancen, bzw. kann der Polyp nachwachsen? Auch habe ich gehört, daß Gesichts oder Augenmuskeln bei dieser OP verletzt werden können. Wie hoch ist die Chance, daß die Schieflage des Kopfes sich regeneriert? Es tut mir in der Seele weh, wenn ich den Kleinen so laufen sehe.

Ich hatte den Kater noch nicht mal 1 Tag und war schon € 280,00 für Tierarztkosten los, da die Kosten natürlich für mich auch heftig sind, würde ich gerne wissen, ob es eine Alternative zur OP gibt, und wie die Heilungschance der OP aussieht.

Für Ihren Rat wäre ich wirklich sehr dankbar.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Driess

Dr. Mantel: Generell finde ich richtig, den kleinen zu behandeln und nicht am beginn seines Lebens dasselbe schon zu beenden. Wie die Aussichten im Einzelfall sind ist ohne Untersuchung des Patienten und ohne genaue Kenntnis der Ergebnisse nicht gut möglich, aber ich würde bei einem Polypen genau wie vorgeschlagen verfahren (sprich: OP), denn eine mechanische Blockade wird leider durch Medikamente nicht besser.

Generell besteht bei jeder Operation ein Risiko, auch bei dieser. Allerdings ist auch die Erfolgsausicht sehr gut und eine andere Möglichkeit besteht nicht wirklich, insofern tut man sich mit der Entscheidung leicht...

Im Übrigen kann sich leider eine hochgradige Entzündung des Gehörganges auch auf das Mittelohr ausbreiten; spätestens dann müssen sie auch jeden Fall operieren lassen und die Sache wird noch risikobehafteter und teurer.

Natürlich sind die Kosten nennenswert, aber auf ein Katzenleben hochgerechnet dann doch wieder überschaubar.

Ich wünsche ihnen und dem kleinen viel Erfolg!


Sehr geehrter Dr. Rasso Mantel [31. Juni 2008]

Unser Kater (und 2 Kätzchen) sind 4 1/2 WOCHEN jung!

Seit 1 1/2 Wochen bekommen sie Katzennahrung ... junior... und zusätzlich Katzenmilch, vom Tierarzt empfohlene Zusatzfütterung zur Säugung!

(Ich habe seit meinem 2. LJ. immer Katzen gehabt, kann mich aber an ein solches Problem nicht erinnern...)

Die Probleme: "zuerst einen Tropfen Milch vorne rein und hinten raus... Dagegen haben wir jetzt Tropfen und es funktioniert!"

Das größere Problem ist, der Kater hat Hunger, macht 2-3 Bissen, steht dann still und wenn er kaut KNIRSCHT er SEHR LAUT MIT DEN ZÄHNCHEN!

Er Ist jetzt schon sehr abgemagert und bekommt Austronautennahrung für Hunde (auch für Katzen geeignet), kann oder will auch da (trotz HUNGER!) nicht wirklich trinken!

Eine Zahnfehlstellung ist nicht vorhanden!

WARUM ??? KNIRSCHT ER MIT DEN ZÄHNEN und KANN TROTZ HUNGER NICHT WIRKLICH ESEN? Wenn er zur Futterschüssel kommt, merkt man seine Freude, nach 2-3 Bissen ist es aus!

Die Katze kann aber nicht mehr zur Gänze alle 3 satt bekommen!

Was ist los?? Was kann ich tun?????

Ich erwarte DRINGEND IHRE ANTWORT!

Lieben Gruß und herzlichen Dank im vorhinein!
Fr. Sylvi

Dr. Mantel: Wenn der Kleine bereits abmagert obwohl er Futter hätte und auch Hunger hätte muß in der Maulhöhle bzw. der Speiseröhre ein Problem vorliegen.

Dieses Problem sollte dringend unter einer (oberflächlichen) Narkose untersucht werden, u.U. auch mit Kontrastmittel-Röntgenaufnahmen der Speiseröhre, um Abhilfe zu schaffen.

Sie werden nicht umhin kommen, die Sache von einem Tierarzt ansehen zu lassen, sonst verhungert Ihnen der kleine Kater.


Guten Abend Herr Dr. Mantel, [26. Juni 2008]

vor einer Woche hat unsere Katze Lilly zwei Welpen bekommen. Das Männchen hat aber einen Knick im Schwanz, kann den Schwanz aber bisher ohne Probleme bewegen, soweit es in diesem Alter schon geht. Können Sie mir bitte sagen, was das ist? Bleibt der Schwanz so oder verwächst es? Muß oder kann man es korrigieren lassen? Wird er Schwierigkeiten mit dem Schwanz in der Zukunft haben? Für Ihre Antwort bedanke ich mich bereits im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Julia Sepak

Dr. Mantel: Warum der Schwanz geknickt ist kann ich Ihnen so auch nicht sagen, u.U. handelt es sich um einen angeborenen Fehler der Wirbelknochen, womöglich ist auch während/nach des Geburtsvorganges eine Verletzung entstanden etc.

Im Normalfall wird das den kleinen Kater nicht einschränken, muß also im Allgemeinen auch nicht behandelt werden.

Sollten wirklich Probleme auftreten, kann man überlegen, das (z.B. in der Narkose, die für die Kastration erforderlich sein wird) entsprechend zu behandeln.


Sehr geehrter Herr Doktor Mantel, [22. Juni 2008]

ich habe den Rat befolgt und alle Fragen im Forum gelesen, damit keine Doppelfragen kommen. Ich habe viel gefunden was auf meine Minza (Katze) zutrifft, aber nicht in geballter Form wie meine Katze es hat.

Minza ist 14 Jahre alt und war immer gesund. Und voriges Jahr fing es an:

Sommer 2007: Minza leckt sich die Haare vom Unterbauch (Gesäugegend) - Das ist bis Heute so.

Jänner 2008: Sie hinkt stark auf einer der Vorderpfoten, was aber nach Behandlungen beim Tierarzt wieder aufhörte. Untersuchungen an den Gelenken ergab nichts.

März 2008: Sie fraß schlecht und ihr wurden 3 Zähne gezogen und der Zahnstein entfernt.

Mai 2008: Minza frißt immer weniger und nimmt von über 4 Kilo auf 3,60 Kilo ab. Sie übergibt sich oft und unterschiedlich. Vor dem Fressen, danach oder 2 Stunden danach. Immer ist eine leicht rosa Färbung im Erbrochenen. Sie bekommt dann viele Spritzen und Wasserinfusionen. Blut, Urin und ein Röntgen ergaben NICHTS.

Juni 2008: Ich entdeckte eine kleine Beule auf ihrem Rückgrat (zwischen den Schulterblättern) und sie wurde am 16. Juni sofort operiert. Der Tumor wurde eingeschickt, aber ich weiß den Befund noch nicht. Von 17 – 19. Juni fraß sie endlich wieder halbwegs normal, aber Gestern und Heute putzt sie wieder nur den Saft vom Fressen. Sie hatte 4 Brechattacken und lag dann nur mehr flach atmend auf dem Bett. Zuvor suchte sie in der Wohnung in allen dunklen Ecken herum?

Jetzt liegt sie am Fenster, ist ansprechbar, aber verweigert weiterhin Wasser und Fressen. Sie reagiert aber nicht so wie noch vor einem Tag. Sie schaut nicht ein Mal den Besen an, wenn ich mit ihm an ihr vorbeigehe. Und wenn sie schaut ... dann eher mit den Augen. Also sie dreht den Kopf sehr selten. Aber gehen, miauen und hüpfen kann sie.

Herr Doktor Mantel .... wissen bitte Sie Rat. Ich wäre sehr dankbar, denn ich habe nicht vor, meiner geliebten Minza nur um "des Lebens" Willen das Leben qualvoll zu verlängern. Aber eine "andere" Lösung will ich auch nicht vorschnell einleiten.

Danke für Ihre Mühe
Jutta

Dr. Mantel: Ich glaube, daß mehrere Probleme unabhängig voneinander vorliegen.

Bzgl. des entfernten Tumors warten Sie ja noch auf den Befund, der wird natürlich für die Prognose entscheidend sein. Hinsichtlich des Erbrechens und der Mattigkeit von Minza ist es sehr schwer, eine Ferndiagnose zu stellen... Idealerweise würde ich noch eine Ultraschalluntersuchung des Bauches durchführen lasse.

Sollte auch das keinen Befund erbringen und das Erbrechen bestehen bleiben, würde man (wie beim Menschen in ähnlicher Situation auch) sinnvollerweise auch über eine Magenspiegelung nachdenken. Diese erfolgt in einer leichten Narkose und kann Befunde erbringen, wie einfach auf anderem Wege nicht zu erreichen sind.

Ich teile ihre Ansicht, ein Tierleben nicht um des längeren Daseins willen unnötig zu verlängern. Es kann jedoch auch eine behandelbare Problematik vorliegen und die genannten Untersuchungen können dies möglicherweise klären.


Hallo, [8. Juni 2008]

habe die Seite gelesen und sie half mir auf etwas weiter. Dennoch habe ich noch eine Frage: Gibt es noch andere Zahnerkrankungen bei Katzen? Es sprechen einige Anzeichen dafür, so wie sie beschrieben sind. Unser Kater Aragon hat an einem Backezahn eine sehr rote nicht blutige Entzündung und dazu starken Mundgeruch. Ob der Zahn und das Zahnfleisch schmerzempfindlich sind mag ich nicht einzuschätzen, da sich zumindest unser Kater hinfassen läßt ohne weg zu zucken. Der Zahn selbst hat schon eine Veränderung in der Farbe beige-braun, sieht aber auch schon belagert aus. Der Zahn ist nicht mehr weiß und hat zur Seite raus Ansätze. Was könnte es sein, welche Behandlungsmethoden gibt es und welche Erfolge sind zu erwarten.

Leider muß ich gestehen das wir schon einmal beim Tierarzt waren wegen diesem Problem. Mir persönlich war aber die Behandlungsmethode etwas radikal! Einfach nur ziehen, bei einem Dreijährigen Kater, erscheint mir sehr heftig.

Eins noch: das Zahnfleisch ist nicht zurück gegangen sondern ist eher angeschwollen und zur Zahnspitze angeschwollen.

Über ein Feedback von Ihnen würde ich mich freuen.
MfG M. Kysucan

Dr. Mantel: Die Problematik ist oft, daß unter den Belägen und dem geschwollenen Zahnfleisch der Zahn selbst gar nicht wirklich beurteilt werden kann. Das heißt, zunächst gehört (unter Narkose, hier gibt es sehr schonende zu genau diesem Zweck) der Zahnstein entfernt und das Zahnfleisch genau beurteilt.

Erst danach kann man den Zahn (auf den man dann endlich freie Sicht hat) wirklich beurteilen. Sollten dort Löcher im Zahn zu sehen sein (FORL, hieß früher mal "neck lesions") ist leider die einzige Möglichkeit, den Zahn zu ziehen. Lieber einen oder mehrere Zähne weniger, aber auch keine Schmerzen.

Ansonsten muß/kann man sich erneuet Gedanken machen, aber zunächst gehören mal Beläge und Zahnstein runter, um die Situation einschätzen zu können.


Sehr geehrter Dr. Mantel, [5. Juni 2008]

wir haben einen 4-jährigen blauen BKH-Kater. Vor ca. 2 Jahren fiel mir auf, daß sich sein Fell im Bereich seiner Seiten, Brustbereich und die Bäckchen im Gesicht, sich erst leicht braun verfärben. Dieses Jahr wurde es noch brauner und die Stellen breiten sich aus, Von dem ursprünglich blauen Fell ist im vorderen Bereich nichts mehr zu erkennen.

Ich sprach darauf die Züchterin an, die mir mitteilte es handelt sich wahrscheinlich darum, daß er zuviel in der Sonne wäre und es vom Speichel kommt. Unser Kater ist zwar gerne an der frischen Luft bewegt sich aber am liebsten, wenn er draußen ist im schattigen Bereich unseres Hauses (Unser Gelände ist eingezäunt). Übermäßig schlecken tut er sich auch nicht, komisch ist hierbei das an manchen Stellen, wo er ebenfalls Fellpflege betreibt, überhaupt keine Farbveränderungen zu sehen sind. Als Futter bekommt er seit Jahren nur das gleiche Naßfutter, da er wenig trinkt.

Habe Sie hier einen Rat für mich, welche Ursachen die Fellverfärbung haben kann.

Herzlichen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Baumann

Dr. Mantel: Fellveränderungen, wie Sie sie beschreiben können eine ganze Palette an verschiedenen Ursachen haben. Prinzipiell ist die von der Züchterin angedachte Möglichkeit eine davon, aber im vorliegenden fall sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden, um gemeinsam mit ihm die Lösung Ihres Problems zu finden. Sicher ist hier die Entnahme einer Blutprobe ebenso nötig wie möglicherweise Hautprobenentnahmen etc. Erst mit einer genauen Diagnose können Sie sich an die Behandlung machen.


Hallo, [22. April 2008]

Ich hoffe, daß Sie mir helfen können.

Ich erhielt am Montag die traurige Nachricht daß meine Katze Cindy mehrere Mastzellentumore (überwiegend am Kopf und Halsbereich, kleine im Nacken und an einer Pfote) hat. Leider bösartig. Die Tumore kamen sehr schnell (gestreut).

Cindy frißt mit gutem Appetit, schläft viel.

Muß ich sie wirklich einschläfern lassen (Rat meiner Tierärztin) oder kann ich ihr die verbleibende Zeit ihres Lebens bei mir noch angenehm machen?

Cindy ist fast 9 Jahre alt.

Lieber Gruß
Susi Weigelt

Dr. Mantel: Eine solche Entscheidung sollten Sie in Absprache mit Ihrer Tierärztin treffen.

Sobald der Eindruck entsteht, dass Cindy leidet und keine vernünftige Therapiemöglichkeit mehr besteht, sollte man ihr meines Erachtens nicht zu lange zumuten, diesen Zustand ertragen zu müssen.

Glücklicherweise können wir unseren Tieren den letzten Gefallen tun, Ihre leiden abzukürzen, wenn nicht mehr zu helfen ist und diese Möglichkeit sollten wir auch nutzen.

Sehr geehrter Herr Mantel,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Leider ist meine kleine Cindy Sonntag nacht für immer eingeschlafen. Der Krebs war zu stark. Ich habe sie gestreichelt während sie schlief und sie ist in den Immerschlaf übergegangen in Frieden und ohne Leiden. Ich vermisse sie sehr.

Ich finde es sehr toll daß es Ihre Seite hier gibt.

Ein liebes Dankeschön und weiter so..
Lieber Gruß Susi


Guten Morgen! [14. März 2008]

Ich habe eine wirklich für mich wichtig-bedeutende Frage über meine Katze, da sich das Problem sehr entwickelt (ins Negative) und mein Partner bald verlangt daß die Katze sonst weg muß.

Seit August haben wir unseren Kater. Er ist ca. 6 Jahre alt, haben ihn von unserer Nachbarin "übernommen" da diese ins Altersheim mußte.

Vorher hatte ihn unser Wohnungsvorbesitzer, der hatte ihn jedoch im Winter bei Schnee und Kälte "verstoßen". Wir sind also praktisch seine 3. "Familie". Es hat anfangs etwas gedauert, doch jetzt ist er sehr zutraulich - wenn nicht etwas zu sehr! Bei der alten Dame konnte er aus und ein im haus, da es einen Vorbau gab. Auch durfte er bei ihr im bett schlafen.

Bei uns geht das mit ein und aus nicht ganz so leicht – es muß jemand die Tür öffnen, und im bett durfte er nur bei den Füßen schlafen.

Doch seit ein paar Wochen fängt es an: nachts tabt er durch die Wohnung, steigt schnurrend über die Kopfpölster, miaut, will raus, wenn ich ihn mal rauslasse, will er gleich drauf wieder laut-miauend wieder rein. Dadurch daß er wirklich extrem viele haare verliert, und seit ca. 3 Wochen immer kleine Kotreste "verliert" darf er auch nicht mehr ins bett. Er hat ein heiß-geliebtes Katzenkörbchen, jedoch will er nachts zu uns.

Mein Partner hat nun die Schlafzimmertür geschlossen, und um punkt 3:00 nachts will die Katze rein – das Tier hat 5 Kilo, sie können sich vorstellen wie sich das anhört bzw. uns aus den schlaf reißt.

Gibt es nicht Schlaftabletten für Tiere?

Er soll nur von 23:00 bis 7:00 schlafen, sonst wird mein Partner wirklich verlangen, daß ich ihn weggebe, und ich hänge doch sehr an dem Tier, und ein weiters mal "verstoßen" zu werden, wäre psychisch wahrscheinlich auch nicht gut.

Bitte geben Sie mir eine Antwort, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt.

BESTEN DANK!!!

Dr. Mantel: Das ist leider ein Problem, das nicht auf die Schnelle und vermutlich auch nicht durch mich geklärt werden kann….

Im Wesentlichen scheint hier ja ein Verhaltensproblem zugrunde zu liegen, das am besten bei einem Kollegen aufgehoben ist, der sich auf so etwas spezialisiert hat (gibt es durchaus vermehrt, nennt sich Fachtierarzt für Verhaltenskunde).

Das einzige, was ich als Versuchsmaßnahmen nenne kann, sind Sprays/Verdampfer von sog. Pheromonen, also Geruchs-Botenstoffen, die ein Gefühl von Ruhe und Ausgeglichenheit verströmen, gibt’s beim Tierarzt, leicht in die Steckdose zu bringen und rel. Preiswert.

Wenn’s damit nicht klappt, würde ich mir wirklich rat bei einem Experten für Verhaltenskunde holen.

Schlafmittel oder Sedativa im eigentlichen Sinne sind hier eher nicht hilfreich und wenn überhaupt nur nach genauer tierärztlicher Untersuchung zu verabreichen, um keine Schäden auszulösen.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [9. März 2008]

mein Kater (reine Wohnungskatze), inzwischen 12 1/2 Jahre alt, war ca. 8 Wochen alt, als ich ihn aus einem privaten Haushalt geholt habe. Er wurde mit seiner Mutter und seinen Geschwistern im Garten ohne Unterschlupf gehalten. In der Futterschale lagen nur ein paar ausgetrocknete Reiskörner. Das Wetter war in dieser Zeit kühl und regnerisch.

Der kleine Kater war stark erkältet. Er mußte ständig nießen und dabei kam grün, gelber Auswurf aus seiner Nase. Ich bin gleich mit ihm zum Tierarzt. Ab dann begann eine sehr lange Krankheitsphase (Geschichte) und viele Tierarztwechsel für meinen Kater. Er wurde bei den unterschiedlichen Tierärzten und Kliniken mit Antibiotika und Penicillin voll gepumpt. Diese Behandlungen ergaben nur kurzzeitig eine Verbesserung. Die Erkältung war in der Zwischenzeit schon auf die Lunge übergegangen. Der Kater hatte starke Atemprobleme. Lag auf der Seite und atmetet schwer mit offenem Mund. Hals, Zahnfleischentzündungen und Fieber, sowie Schnupfen und Husten waren inzwischen zu einem Dauerzustand geworden. Öfters wurde der Kater schon als fast tot erklärt. Auf die allgemeinen Katzenseuchen wurde er, ohne Ergebnis, untersucht. Die Blutuntersuchungen ergaben, daß er eine normale Erkältung haben muß. Durch eine Bekannte, bin ich dann an eine sehr gute Tierklinik gekommen. Dort wurde der Kater zum erstenmal wirklich untersucht. Die Lunge geröntgt, Blutuntersuchung und ein Rachenabstrich, um die Vieren/Bakterien zu bestimmen, durchgeführt. Er bekam die passenden Antibiotika verschrieben. Endlich ging es meinem Kater gut. Zum erstenmal in seinem Leben. Durch die lange Krankheitszeit jedoch, war sein Immunsystem leider dauerhaft geschädigt, worauf mich die Tierklinik auch hingewiesen hat. Es kam daher in längeren Abständen vor, daß er wieder Husten und Zahnfleischentzündungen bekam und erneut behandelt werden mußte.

Irgendwann, wurden die Rückfälle immer seltener, bis sie ganz aufgehört haben. Sein Immunsystem hatte sich über die Jahre wieder etwas stabilisiert. Dann, vor ca. 5 Jahren, fing er sich an das Kinn und die Schläfen aufzukratzen. Seinen Bauch putzte er solange, bis das Fell weg und die Haut ganz rot und verkrustet war. Ich bin wieder in die Tierklinik mit ihm gefahren. Sie haben ihm Blut und Hautproben entnommen. Da man keine Auffälligkeiten feststellen konnte und er weder unter Parasiten noch Pilzen leidet. Ist es naheliegend, daß er eine Allergie hat. Leider scheint die Tierklinik, so gut wie sie ihm vorher geholfen hat, mit dieser Situation überfordert zu sein. Eine Behandlungstherapie wurde nicht eingeleitet, noch konnte man mir genau sagen, wie man hiermit verfahren könnte. Durch die Allergie, kam es zu Begleiterscheinungen. Er kratzte sich schon zweimal durchs Auge. Natürlich wurde das dann behandelt. Dann bekam er Fieber und danach eine schwere Ohrentzündung. Diese Begleiterscheinungen wurden in der Klinik ebenfalls behandelt. Auf meine Frage, was man gegen die eigentliche Ursache, die Allergie, machen könnte, bekam ich keine richtige Antwort. Man empfahl mir, ein Allergiemittel für Menschen in der Apotheke zu holen und ihm das zu geben. Auf meine Frage welches, konnte man mir jedoch nicht antworten. (Ich bringe meinen Kater doch nicht um und gebe ihm irgendwas. Wie die Dosierung aussehen soll, wüßte ich ja auch nicht.)

Die Allergie ist ganzjährig. Damals dauerten die ganz schlimmen Juckschübe ca. 2 Wochen an. Dann ließ es für ca. 2-3 Wochen nach, bevor der nächste Schub kam. Habe das Waschmittel geändert, ihm nur noch Wasser für Säuglingsnahrung geeignet, ohne Kohlensäure, gegeben. Habe das Katzenstreu geändert und habe verschiedene Katzenfutter für allergische Katzen verabreicht. Jeweils 3 Monate, von einer Sorte. Leider ergab dieses alles keine Verbesserung. Inzwischen, ist die Allergie zu einem verschlimmerten Dauerzustand geworden. Er reißt sich noch zusätzlich die Haare am Rücken und im Brustbereich aus und hat hierdurch schon sehr lichte Stellen. Der Bauch ist kahl und die Haut, sowie die Brustwarzen, entzündet. Die Allergie hat sich inzwischen auf die Atemwege ausgebreitet. Er nießt vermehrt und atmet sehr laut. Er atmet dazu, seit ca. 1 Woche, erschwert. Ich wohne in Köln, habe im Internet nach einem Tierarzt/einer Klinik, in Köln und Umgebung, der/die auf Allergien spezialisiert sind, gesucht. Leider ohne erfolgt. Das bedeutet, daß ich wieder mal alle möglichen Tierärzte und Kliniken ausprobieren muß.

Haben sie vielleicht einen Rat, wie ich erstmal die Zeit, bis ich fündig werde, für meinen Kater überbrücken kann? Wissen Sie vielleicht ein Allergiemittel für Menschen, welches ich meinem Kater so lange geben kann, damit es ihm vielleicht erstmal etwas besser geht? Und kennen Sie vielleicht einen Tierarzt in Köln und Umgebung, den sie mir empfehlen können? Ich möchte doch, daß es meinem Kater wenigsten in den letzten Jahren seines Lebens noch gut geht. Bitte helfen Sie mir und vor allem meinem Kater. Er ist sonst doch eigentlich gesund, aber ich fürchte, daß ihn die Allergie doch auf Dauer nicht mehr lange leben läßt.

Mit freundlichem Gruß
Sandra Wind aus Köln

Dr. Mantel: Leider kann ich Ihnen in der angefragten Gegend keinen Tierarzt nenne, aber im vorliegenden Fall sollte Sie u.U. eher nach Dermatologen als nach Allergologen suchen.

Die Idee mit der Allergie ist durchaus einleuchtend und Sie haben auch schon einige vernünftige Schritte selbst eingeleitet.

Letztlich glaube ich aber, daß im vorliegenden Fall doch einige andere Untersuchungen nötig sind denn nicht nur Allergien verursachen ein Bild wie von ihnen geschildert.

So wie damals Ihrem Kater erst nach spezifischen Tests und entsprechend gezielter Therapie geholfen werden konnte sollte auch diesmal eine genaue allgemeine und dermatologische Untersuchung erfolgen.

Im Klartext: Ich denke Ihr Kater sollte wieder geröntgt (wegen des schweren Atmens) werden, Bluttests durchgeführt werden sowie bestimmte Tests an Haut (Abklatsch, Geschabsel, Biopsie) und Ohren.

Der Aufwand hierfür ist beträchtlich, aber ohne diese Tests werden Sie kein Ergebnis erhalten und Ihr Kater keine Besserung.

Von Medikamenten, noch dazu humanmedizinischen, würde ich (noch dazu ohne echte Diagnose) auf jeden Fall die Finger lassen.

Die nötigen Medikamente wird Ihnen der behandelnde Tierarzt mitgeben (und wenn er es selbst nicht so genau weiß ist es vielleicht auch nicht der Richtige…). 


Hallo! [7. März 2008]

Beim Besuch meiner Oma nach vielen Jahren bot sich mir ein Bild des Grauens: Ihre 18 Jahre alte Perserkatze, die nur noch vor sich hin schläft, ist komplett verfilzt, hat richtig dicke "Fellplatten", die nicht einmal mit der Schere richtig zu entfernen sind (habe ich versucht, sie hat sich gesträubt).

Jetzt meine Frage: Ist es klug, eine so alte, wahrscheinlich auch schon kranke Katze vom Tierarzt scheren zu lassen? Ist denn dafür nicht eine Narkose notwendig? Ist es nicht wahrscheinlich, daß sie diese nicht überlebt?

Natürlich frage ich im Interesse meiner Oma, für die diese Katze Alles bedeutet, ich möchte den beiden etwas Gutes tun. Natürlich hat sie das Tier offensichtlich verwahrlosen lassen, und will ich dem alten Tier logischerweise unnötige Qualen ersparen.

Danke
D. Gruber

Dr. Mantel: Ihre Vermutung, die Katze sollte geschoren werden ist völlig richtig.

Gerade Perserkatzen leiden leider manchmal unter einem Problem, wie Sie es schildern. Die dicken Fellplatten sind für das Tier eine Qual und sollten entfernt werden, was unter Umständen eine komplette Schur bedeuten kann, Sieht komisch aus, wächst aber wieder....

Richtigerweise vermuten Sie, daß hier eine Narkose nötig wird, in den meisten Fällen ist die wirklich der Fall.

Es gibt hierfür sehr gute und schonende (Ultrakurz-)Narkosen, die von ihrem Risiko sehr gering sind - ohne Risiko geht eine Narkose nie ab.

Bei einer Katze im beschrieben Alter (und dieser Rasse erst recht) sollte man auf jeden Fall vorher eine umfassende Untersuchung beim Tierarzt inklusive Blutuntersuchung durchführen lassen.

Im Anschluß kann das Narkoserisiko eingeschätzt werden und im Bedarfsfall eine entsprechend sorgfältige, sichere Narkose eingeleitet und die Katze von diesem Problem befreit werden.


GINGIVITS Frage [6. März 2008]

Welche Möglichkeit der Besserung gibt es für eine betroffene Katze, welche davon befallen ist.

Dr. Mantel: Chronische Gingivitis/Stomatitis, also Entzündung der Maulschleimhaut und des Zahnfleischs gibt es durchaus öfter. In hochgradigen Fällen kann das so schmerzhaft für die Katzen sein, daß sie das Fressen fast ganz einstellen.

Die Behandlung ist leider oft langwierig und/oder frustrierend; Es gibt keine "Standardbehandlung" bei diesen Problemen; zunächst sollte eine Blutuntersuchung bestimmte Ursachen ausschließen, u.U. ist sogar eine kleine Gewebeprobe nötig.

In jedem Fall ist es sehr wichtig, das Gebiß regelmäßig zu "sanieren", also wie bei Menschen per Ultraschall Zahnstein zu entfernen und die Zähen anschleißend zu polieren.

Zusätzlich können in vielen Fällen Medikamente helfen, in manchen schlimmen Fällen müssen eine größere Menge der Zähne gezogen werden, was im Erfolgsfall für die Katzen ein großer Gewinn ist - auch ohne Backenzähne lebt sich's gut, wenn keine Schmerzen mehr plagen!

Wie gesagt, dies ist ein Problem, das nach genauer Untersuchung zusammen mit Ihrem Tierarzt/Ihrer Tierärztin besprochen gehört, denn - gerade bei stärkerer Ausprägung - müssen Tierarzt und Tierbesitzer sehr vertrauensvoll und eng über lange zeit zusammenarbeiten.


Hallo Sehr geehrter Herr Dr. Rasso Mantel, [3. März 2008]

wir haben 2 Siamese Katzen also ein Paar. Das Mädchen hat nun 5 gesunde kräftige jungen bekommen und versorgt sie sehr gut.

Das Problem ist das sie seid sie bei uns ist so eine Entzündung in den Augen hat und alle Mühe war bis heute umsonst. Nachdem sie mit 3 Monaten zu uns gekommen ist, hat sie den Kater auch angesteckt. Beide wurden mit Penicillin behandelt und einer Augensalbe und wurden geimpft. Der Kater war in kurzer Zeit gesund, aber sie blieb mit den Augen ein Problem. Werden die 5 nachkommen nun auch diese Augenprobleme haben und was können wir machen, denn ich glaube das die hiesige Tierärztin kein so großes Interesse hat mir zu helfen, oder gibt es hier keine wirkliche Hilfe ?

Vielen vielen Dank und Grüße
Horst Lowartz

Dr. Mantel: Bei manchen Katzen kann es vorkommen, daß eine Katzenschnupfeninfektion (gerade am Lebensanfang) Schäden am Auge hinterlassen kann, wenn die Infektion nicht schnell oder gründlich genug versorgt wird. Dem betreffenden Tier kann es durchaus gut gehen, nur die Augen bleiben ein Problem, daß oft lebenslang behandelt bzw. versorgt werden muß.

Diese Sache muß nicht an die Welpen weitergegeben werden, v.a. wenn Ihre Katzen entsprechend geimpft sind, ist das Risiko nicht sehr groß.

Sollte aber Probleme an den Augen der Kleinen zu sehen sein, sollten Sie möglichst bald tierärztlich versorgt werden. Je eher sie im Falle einer Infektion behandelt werden, desto besser.


Hallo, [3. März 2008]

ich habe mir vor kurzen eine Perserkatze gekauft. Sie ist sieben Wochen. Angeblich soll sie schon Wasser trinken und alles fressen, aber bei mir trinkt sie kein Wasser. In der Zoohandlung sagte man mir, daß ich sie viel zu früh mitgenommen habe bzw. sie mir verkauft wurde. Man gab mir auch Katzenmilch und solche flocken für kitten. Aber ich finde seit dem die das trinkt hat sie starken Mundgeruch. Kann das von der Milch sein oder sind das vielleicht andere Ursachen. Könnte ich ihr auch vielleicht Tee machen statt Wasser? Würde ihnen dankbar sein, wenn sie mir helfen könnten.

Viele Liebe Grüße
Mandy Dathe

Dr. Mantel: Generell ist es eher üblich, Katzenwelpen mit 12, frühestens 8 Wochen in die neue Umgebung zu geben; allerdings ist das ja nun nicht im Wesentlichen Ihre Schuld, es ist halt jetzt einmal so….

Die Frage des Trinkens ist immer auch davon abhängig, ob die Kätzchen u.U. schon mehr Trockenfutter fressen oder eher Naßfutter bzw. Brei, worin ja bereits mehr Wasser enthalten ist.

Ich würde vielleicht zunächst mal das Futter wechseln und sehen, ob der Maulgeruch weiter besteht, wahrscheinlich ist da nichts Schlimmes dahinter, aber wenn das unverändert so bleibt sollte der Tierarzt sich die Kleine mal ansehen (das sollte im Alter von 8 Wochen sowieso passieren wegen der dann bereits nötigen ersten Impfung, ist also eh’ ganz gut…).

Von Tee würde ich eher abraten, besser ist wirklich einfach nur Wasser.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel! [2. März 2008]

Mein Kater (ca. 10 Jahre, Mischling, Rasse(n) unbekannt) hatte heute Morgen Blut im Stuhl.

Er wurde vor einer Woche tierärztlich untersucht, da er 2 Knötchen in der Haut hatte, die sich als verstopfte Talgdrüsen herausgestellt haben. Er bekam eine Antibiotikaspritze und wurde zugleich auch noch entwurmt.

Er frißt ganz normal und auch sonst wäre mir nichts Ungewöhnliches an seinem Verhalten aufgefallen.

Meistens erledigt er sein Geschäft im Garten, heute morgen ging er ausnahmsweise mal auf die Katzentoilette, daher kann ich nicht sagen, ob sowas schon öfters vorgekommen ist.

Ist eine weitere tierärztliche Untersuchung notwendig? Er hat große Angst vor Fremden, daher ist sowas für ihn immer sehr stressig.

Andererseits liebe ich ihn sehr und könnte es mir nicht verzeihen, wenn es ihm meinetwegen schlecht geht.

Woher kann das Blut im Stuhl kommen? Könnte es noch vom Entwurmen sein? Oder Hämorrhoiden? Äußerlich sieht alles ok aus.

Über Ihre Hilfe wäre ich sehr Dankbar.

Liebe Grüsse,
S. Berger

Dr. Mantel: Prinzipiell ist es denkbar, daß die Entwurmung - entsprechenden Befall vorausgesetzt - einmalig zu etwas blutigem Kot führen kann.

Sollte das Problem erneut auftreten ist sicher zunächst eine Kotuntersuchung nötig, im weiteren Verlauf u.U. auch noch andere Untersuchungen, die Sie mit Ihrem Tierarzt dann im Einzelfall besprechen müßten.

Zunächst erstmal Kotuntersuchung!


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [14. Februar 2008]

wir haben seit 2 1/2 Jahren eine Katze bei uns, die sich mit ihrer "wilden" Mutter und 3 Geschwistern bei uns zuhause fühlte, ohne, daß wir sie auf den Arm nehmen konnten - nur streicheln. Dies ist heute noch so und obwohl ich ihr - vom Tierarzt - eine Beruhigungstablette gab, hat es letztlich nicht geklappt, sie in den Katzenkorb zu bringen. Sie geifert seit Wochen und hat - denke ich - Zahnprobleme und deshalb MUSS ich sie endlich zum Tierarzt bringen.

Meine Frage ist nun: Da es anscheinend keine Schlaftabletten für Katzen gibt, kann ich ihr 1/2 oder 1/4 von einer für Menschen geben?

Was es hier in Spanien ohne Rezept gib, ist bestimmt schon recht stark. Aber es ist die einzige Chance, da sie von den andern 6 Katzen wegen dem Eitergestank gemieden wird und immer nur traurig in der Ecke hockt - ein Elend!

Für ihren baldigen Rat bedanke ich mich im Voraus.

Liebe Grüsse aus Andalusien,
Ursina Halbeisen

Dr. Mantel: Ich würde keine Human-Sedativa verwenden und wenn, dann nur in enger Absprache mit Ihrem Tierarzt. Es gibt für Tiere durchaus Tabletten oder Pasten, die zum Schlafen führen, aber bis sie ihre Wirkung nach der Aufnahme entfalten, das dauert natürlich einige Zeit.

Besprechen Sie die Sache noch mal mit Ihrem Tierarzt und sicherheitshalber Finger weg von Human-Medikamanten, das kann auch ordentlich schief gehen!


Guten Tag Herr Dr. Mantel, [7. Februar 2008]

unser Kater macht uns seit einiger Zeit Sorgen mit nächtlichem Erbrechen.

Leo ist rund 7 Jahre alt, optisch einem Maine-Coon nicht unähnlich im Fell, schwarz-weiß wie die Kühe von dem Bauernhof von dem er kommt. Er ist mit uns in die Stadt gezogen von 5 Jahren und genießt in aller Nachbarschaft sein Leben als Freigänger. Sehr zuverlässig kehrt er allabendlich nach Hause, bei regnerischem und kaltem Wetter gerne auch etwas eher. Er ist sehr zutraulich und würde sicher auch außer Haus etwas Essen aber, daß dies der Fall ist nehmen wir nicht an.

Kurz vor der Adventszeit bekam er einige hintere Zähne gezogen da deren Zustand schlecht war und Leo zunehmend weniger aß. Bis dato bekam er allabendlich eine Schale Naßfutter die er komplett verputzte und über den Tag konnte er Jagen und hatte allzeit Trockenfutter parat welches er aber nur in geringen Mengen genoß.

Seit dem Verlust einiger Zähne erhält er auf Anraten des Arztes morgens wie abends Naßfutter welches seitdem gerne stehengelassen wird und erst dann zum Zuge kommt wenn sich keine Alternative finden läßt. (Er ißt nichts von unseren Lebensmitteln, nicht einmal rohes Fleisch wenn es offensichtlich für uns ist und für ihn erreichbar wäre.)

Seit etwa drei bis vier Wochen erbricht er sich in vier bis fünf Nächten (Und immer zwischen 0.00 und 5.00 Uhr!) pro Woche zum Teil bis zu drei Mal. Das Erbrochene besteht immer aus einem großen Teil (unangenehm riechender) Magenflüssigkeit die ganz leicht aufgeschäumt aussieht. Dabei sind oftmals Stücke des Trockenfutters zu finden. Man merkt, daß ihm das Verhalten unangenehm ist, denn in aller Regel ist sein Benehmen ordentlich und respektvoll. Er bemüht sich immer schnell von seiner Liegestadt irgendwohin zu gelangen wo das Erbrechen nicht problematisch ist (Runter von Sofa oder vom Bürostuhl zumindest auf dem Fliesen- oder Parkettboden) aber es überkommt ihn wohl so stürmisch, daß dies nicht immer gelingt.

Über eine Empfehlung würden wir uns freuen!

Mit den besten Grüßen,
M. J. Immecke

Dr. Mantel: Daß Leo generell noch gerne frißt ist an sich schon mal ein gutes Zeichen.

Trotzdem ist Erbrechen (zumindest in der Häufigkeit) generell ein Grund, eine gründliche tierärztliche Untersuchung anzustrengen.

Dazu gehört, je nach Untersuchungsbefund, meist eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme, u.U. auch Ultraschall, Urinuntersuchung etc.

Welche Untersuchung nötig ist, muß man im Einzelfall sehen.

Wenn alle Untersuchungen unauffällig sind, kann man überlegen, eine Magenspiegelung durchzuführen bzw. stattdessen eine Verwuchstherapie auf eine Überempfindlichkeit zu beginnen.

So oder so - zunächst muß geklärt werden, daß nichts Schlimmeres dahintersteckt.


Hallo dr. Mantel, [26. Januar 2008]

mein Kater (okh) wird dieses Jahr 18 Jahre alt. mir ist aufgefallen, daß es sehr viel trinkt (jeden 2.tag muß das Wasser aufgefüllt werden) und er hat abgenommen. im letzten Halbjahr wog er noch 3,2 Kilo, jetzt wiegt er 2,5 Kilo. Wenn ich über sein Fell streichel, dann kann man ganz genau die Knochen fühlen. aufgrund seines alters möchte ich ihn aber nicht zum Tierarzt bringen, da es Streß bedeutet. wie ist ihre Meinung dazu? ich danke im voraus für ihre antwort.

mit freundlichen grüßen
b.reeck

Dr. Mantel: Einerseits kann ich Ihre Angst vor dem Streß beim Tierarzt verstehen und u.U. findet er auch nichts Gutes heraus.

Auf der anderen Seite nehmen Sie natürlich sich und Ihrem Kater damit die Möglichkeit, eine möglicherweise heilbare Erkrankung auch wirklich zu bekämpfen.

Auf jeden Fall sollte zu einer Allgemeinen Untersuchung auch darüber nachgedacht werden, Blut und Urin zu untersuchen sowie eine Röntgen Aufnahme und/oder Ultraschalluntersuchung durchzuführen.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, denn durch Abwarten wird kaum eine Erkrankung geheilt, noch weniger bei alten Patienten.


tach zusammen [23. Januar 2008]

ich habe eine einfache frage.......wachsen die großen Fangzähne bei einer Katze nach? meine kleine hat sich diese nacht eine Fangzahn abgebrochen und es blutet etwas aus dem zahn. wie kann ich dem Tier helfen?

gruß marc

Dr. Mantel: Die Eckzähne bei Katzenwelpen wachsen generell nach, so wie bei Menschen auch.

Bricht bei erwachsenen Tieren ein Eckzahn ab, so wächst er nicht mehr nach, es besteht aber das Risiko, daß die sog. Pulpahöhle, also der Teil, in dem das „Leben“ des Zahns sitzt, sich entzündet und auch den Kieferknochen in Mitleidenschaft zieht. Nachdem der Zahn blutet ist diese Pulpahöhle im vorliegenden Fall sicher verletzt.

Helfen kann hier eigentlich nur der Tierarzt, der die Angelegenheit ansehen und dann gemeinsam mit Ihnen eine Entscheidung treffen muß.


Hallo Dr. Mantel! [21. Januar 2008]

Wir haben seit November zwei Männchen (Kurzhaarkatzen), beide sind seit Januar 4 Monaten alt. Beide wiegen bereits 4 Kg! Sie sehen nicht über gewichtig aus. Sie sind

kräftig und muskulös. Außerdem sind sie sehr unternehmungslustig und toben viel miteinander. Dennoch frage ich mich ob es normal ist. Wir füttern sie zurzeit ausschließlich mit hochwertigem Trockenfutter für heranwachsende Katzen. Davor bekamen sie Naßfutter für Kitten aus der Drogerie ...ups! + Trockenfutter (hochwertig).Sie trinken beide viel Wasser. Leider paßt das Gewicht der beiden (Ali und Baba) zu keiner Ernährungstabelle.

Fragen:

1) Ist das Gewicht in Ordnung, solange sie gesund ausschauen und sich auch so verhalten?

2) Brauchen sie mehr Futter als das was die Futteranbieter bei 4 Mo. Kätzchen empfehlen (z.B. bei einer Katze, 4 Mo. mit einem Gewicht von 1.9 Kg soll man 60-70 gr. Futtern)?

3) Sollen wir das Futter umstellen?

4) Sind sie gefährdet, wenn sie nur Trockenfutter bekommen?

Ich wäre sehr dankbar für eine zweite Meinung.
Liebe Grüße! Frau Del Villar

Dr. Mantel: Generell ist es nicht ganz üblich, daß eine normale Katze mit 4 Monaten 4 Kilo wiegt.

Eine einheitliche Tabelle zu erstellen ist schwierig, weil Katzen wie auch Menschen u.U. sehr groß und kräftig gebaut sein können und das gleiche Gewicht für 2 Katzen eben nicht dasselbe ist...

Generell gilt: man sollte beim Streichen über den Brustkorb die Rippen sowie die knöchernen Wirbelfortsätze am Rückgrat fühlen. Kann man das nicht oder nur mit Mühe, ist die Katze wahrscheinlich zu dick.

Trockenfutter alleine ist nicht schädlich, solange die Tiere ausreichend Wasser zur Verfügung haben.

Gesundes Aussehen und munteres Verhalten heißt nicht automatisch, daß das Gewicht ok ist. Ottfried Fischer ist auch munter....

Bezüglich des Futters ist eine Empfehlung schwierig. Sie sollten sich hier vielleicht mit Ihrem Tierarzt oder einem Ernährungsphysiologen für Tiere (so was gibt es, z.B. an den meisten Unis, so Veterinärmedizin gelehrt wird) besprechen. Die Bezeichnung "hochwertig" ist nicht sehr aussagekräftig, noch dazu, wenn sie vom Hersteller selbst verwendet wird.


Lieber Herr Dr. Mantel [12. Januar 2008]

ich habe eine dringende Frage an Sie. Und zwar geht es um meine 15 Jahre alte Katze. Mit ihr war ich vor paar tagen beim Tierarzt der meinte sie sei rundum Gesund, aber eine Sache muß gemacht werden und zwar das Zahnstein soll entfernt werden.

Gestern hat meine Tante mir erzählt, daß bei ihrem damals 16 - jährigem Kater auch Zahnstein entfernt werden mußte. Der kurz darauf starb, die Diagnose war Wasser in der Lunge. Meine Tante fand raus, daß sie bei ihrem Kater eine Nierenspülung hätte durchführen lassen sollen, aber ihr Tierarzt teilte ihr das nicht mit.

Muß tatsächlich eine Nierenspülung durchgeführt werden nach der Zahnsteinbehandlung?

Danke im Voraus
M. Rudolph

Dr. Mantel: Es ist schwer, hinterher zu entscheiden ob eine Nierenbehandlung hätte durchgeführt werden müssen; außerdem hat der Tierarzt natürlich nicht viel davon, so etwas absichtlich zu verschweigen, denn sein Ruf mehrt sich dadurch ja auch nicht….

Zu Ihrer Katze: Das Risiko einer Narkose (denn um das geht es hier ja) besteht prinzipiell immer und bei jedem Patienten, auch den jungen und scheinbar gesunden.

Mit zunehmendem Alter können bestimmte Risikofaktoren dazukommen, die man äußerlich – auch bei genauer Untersuchung – nicht immer sehen muß.

Hilfreich, dieses Risiko im Vorfeld zu erkennen sind Untersuchungen wie Blut- und Urinuntersuchungen und bei bedarf Röntgen- sowie ggfs. Ultraschalluntersuchungen. Genauso wie beim Menschen wird hier versucht „Schwachstellen“ im Voraus zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Es gibt außerdem verschiedene Möglichkeiten zur Narkose „Gestaltung“, angefangen bei unterschiedlichen Narkosemitteln, teils sog. Ultrakurznarkotika etc.

Das Legen eines Venenverweilkatheters und Verabreichen einer sog. Dauertropfinfusion (das soll wahrscheinlich die „Nierenspülung“ sein), das Intubieren des Patienten und Verabreichen eines schonenden, gut steuerbaren Gemischs aus Narkosegas und Sauerstoff sowie das „monitoring“ der Narkose über entsprechende Geräte machen Narkosen heute – so wie beim Menschen auch – sehr sicher. Risikofrei werden sie dadurch nicht!

Trotzdem ist das Risiko von dem Zahnstein mit Entzündung des Zahnfleisches sicher das größere Risiko für die Gesundheit: Es kann zur Verschleppung von keimen und Eitererregern über den Blutkreislauf kommen, was zu Nierenschädigungen, Herz(-klappen-)entzündungen etc. führen kann.

Das Risiko einer guten Narkose mit entsprechender vorheriger Blutuntersuchung ist sicher insgesamt geringer als das Risiko, mit einem „Gammelgebiß“ leben zu müssen.


Lieber Herr DR. Mantel [4. Januar 2008]

Zuerst einmal ein gutes neues Jahr! und dann gleich weiter zu meinem Problem! ich habe seit dem 5.7.2007 eine süße Katzendame zu Hause bin nach der ersten Untersuchung drauf gekommen das ich sie viel zu früh bekommen habe wahrscheinlich schon mit 5 Wochen laut Tierärztin hat sie sich aber prächtig entwickelt! Allerdings ist sie wahnsinnig anhänglich wenn ich dusche wartet sie vor der Tür liege ich auf der Couch liegt sie neben oder auf mir kaum gehe ich Richtung Schlafzimmer ist sie da ich kann nicht mal allein auf die Toilette!!! Ich bin ihre einzige Bezugsperson und sie ist eine reine Wohnungskatze!! So und jetzt zum Punkt sobald ich sie streichle fängt sie an mich abzulecken sie saugt an meinem Shirt an der Decke auf der sie liegt!!! In letzter Zeit leckt sie mir während ich schlafe die Haare ab bin oft naß von oben bis unten!! Fehlt ihr etwas? Hat sie Vitaminmangel? Oder ist das ein Zeichen von Liebe? Wird das weniger je älter sie wird? Möchte nicht schimpfen weil ich ja nicht weiß ob es ein Zeichen von Zuneigung ist aber es ist unangenehm!! Danke im Voraus für ihre Antwort!!

Lg aus Österreich
Weber Doris

Dr. Mantel: Ebenfalls ein Gutes neues Jahr!

Natürlich ist es zunächst kein Fehler, die Katze tierärztlich untersuchen lassen, ob u.U. ein organisches Problem bzw. Mangelerscheinung vorliegt. Trotzdem glaube ich, Sie sollten dieses Problem letztlich einem auf Verhaltenskunde spezialisierten Tierarzt vorlegen, der Ihnen hier hoffentlich weiterhelfen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Mantel

2007

Lieber Herr Dr. Mantel [23. Dezember 2007]

Wir haben einen Main-Coon Kater (6 Monate alt). Seit 2 Tagen stinkt er aus dem Maul und frißt auch nicht so gierig wie sonst. Beim Nachschauen habe ich entdeckt daß er oben doppelte Fangzähne hat. Auf der einen Seite hat das Zahnfleisch einen blutigen Rand und der hintere Zahn wackelt. Ist die Entzündung beim Zahnwechsel normal? Muß ich dagegen was unternehmen? Rocky frißt Preimum-Trockenfutter, sollte ich ihm momentan besser Naßfutter geben? Werde es auf jeden Fall weiter beobachten um zu sehen ob es bessert wenn der Milchzahn ausgefallen ist. Und warte auf ihre Meinung.

MfG
HSt

Dr. Mantel: Im Rahmen des Zahnwechsels kann eine geringgradige Entzündung des Zahnfleisches durchaus normal sein. Daß einige Zähne wackeln ist natürlich auch normal in dieser Phase und die Sache mit den „doppelten“ Eckzähnen ist in einem gewissen Rahmen auch natürlich. Normalerweise schiebt der bleibende Zahn (der stumpfere von beiden) durch sein Wachstum den Milchzahn heraus. Allerdings kommt es auch ab und zu vor, daß der Milchzahn verbleibt und damit dem anderen keinen Platz macht, so daß letztlich eine Fehlstellung des Gebisses resultiert. Spätestens wenn der bleibende Zahn die Länge des Milchzahnes erreicht sollte ein Tierarzt die Sache ansehen und ggfs. den Zahn ziehen. Dabei sollte er auch die Zahnfleischentzündung ansehen und Sie diesbezüglich beraten, denn auch hier gibt es u.U. eine eigenständige Erkrankung.


Lieber Herr Dr. Mantel, [18. Dezember 2007]

ich habe eine 14 Monate alte Perserkatze, welche ich am 3. Januar 2008 mit nach England nehme, da ich dort zur Zeit studiere und auch danach in England arbeiten will. Ich habe mir diesen Schritt lange durch den Kopf gehen lassen, weil ich weiß, daß auch für meinen Kater diese Reise nicht einfach und streßfrei ist.

Mittlerweile habe ich auch alle Unterlagen, z.B. PETS Zertifikat. Die Katze wurde gechippt, auch der Bluttest wurde im Mai gemacht und einen Termin für die letzte Vorsorge gegen Zecken und Bandwürmer innerhalb 24 - 48 Stunden vor dem Check in für die Überfahrt habe ich gemacht. Auch mein Tierarzt hat mir bestätigt, daß alle Bedingungen erfüllt sind (wir sind u.a. auch die Checkliste der Defra durchgegangen). Das Problem an der ganzen Sache ist, daß ich mich für die Überfahrt mit der Fähre ab Rotterdam entschieden habe, da ein Flug allein für die Katze 580 EUR kosten würde (auch bei diesem Weg würde viel Geld und Zeit rauf gehen).Ich habe alle Alternativen in Betracht gezogen und mich für die Fähre entschieden, da P&O Ferries täglich Personen und Tiere nach England transportiert, und es preislich gesehen im Verhältnis steht. Ich habe ausgerechnet, daß ich insgesamt 23 Stunden mit der Katze unterwegs sein werde (Zugfahrt Hannover-Rotterdam, Fähre Rotterdam - Hull, Zug Hull - Lincoln).

Ich weiß, daß dies eine sehr lange Zeit ist, gerade für meinen Kater, daher wollte ich mich erkundigen, ob es so etwas wie Beruhigungstabletten oder Schlaftabletten für Katzen gibt, welche ich meinem Kater vor Antritt der Reise geben kann? Kann eine Katze das Pullern überhaupt für solch eine lange Zeit unterdrücken? Muß ich sonst noch etwas bezüglich der Reisezeit beachten? Bis jetzt hat mein Kater Reisen innerhalb Deutschlands immer super gemeistert, die längste war jedoch nur 9 Stunden (er hat auch nicht in die Tragebox gepullert), was natürlich nicht im Vergleich zu 23 Stunden steht.

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen, bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen aus Lincoln, England
Jenny Kurek

Dr. Mantel: Prinzipiell gibt es Tabletten zur Beruhigung/Sedation von Tieren über einen längeren Zeitraum. Diese Medikamente wirken individuell unterschiedlich stark und lange. Es ist also gut, zunächst einen "Probedurchlauf" zu machen. Weil diese Tabletten natürlich auch bestimmte Körperfunktionen wie Blutdruck etc. reduzieren, sollten sie nur bei wirklich gesunden Tieren angewandt werden.

Lassen Sie also Ihre Katze zunächst einer genauen Untersuchung durch Ihren Tierarzt unterziehen (idealerweise incl. Blutentnahme und Laboruntersuchung) und lassen Sie sich dann bzgl. der Tabletten con ihm beraten.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [16. Dezember 2007]

vor ca. 22 Jahren kaufte ich einen kleinen Perserkater und 3 Jahre später eine kleine Perserkatze. Der Kater ist seit 3 Jahren tot. Die Katze (Kim) wird/würde im Mai 20 Jahre alt. Nun merkt man natürlich, daß sie nicht mehr die Jüngste ist. Sie schläft viel und macht keine großen Sprünge mehr. Das Gehör ist ebenso erheblich beeinträchtigt. Im Verlauf der letzten 2 ½   Jahre hatte sie mutmaßlich 2 Schlaganfälle. Den ersten nach einer Operation, bei der ihr ¾  des Schwanzes amputiert wurde. Mehrere Tage lief sie wie ein Zombie umher, stieß mit dem Kopf an Wände, tapste durch den Trinknapf, schlief nicht, fraß nichts. Der damalige Tierarzt argumentierte mit Alterssenilität, (sie war ja schon fast 17) was ich nicht nachvollziehen konnte, da es sich hierbei doch wohl eher um einen schrittweise einsetzenden Prozeß handelt und nicht von jetzt auf gleich „da ist“.

Die in der Folge aufgesuchte Tierärztin meinte "Zustand nach Apoplex", was mir deutlich plausibler erschien. Es war auch klar, daß sie eingeschläfert werden müßte, wenn sich der Zustand in den nächsten 2 Tagen nicht ändert. Wie durch ein Wunder, "erwachte" sie am nächsten Tag und war nach ein paar Tagen wieder gut unterwegs für ihr Alter.

Vor einem ¾ Jahr hatte sie dann einen zweiten Schlaganfall, der symptomatisch allerdings erheblich weniger kraß ausfiel. Sie hielt den Kopf schief und konnte keine Nahrung/ Wasser aufnehmen. Nach einem Tag und einem Kombispritzenpaket plus Aspirin zur Gerinnungsreduktion war von der Symptomatik nichts mehr zu beobachten.

Seit ca. einem halben Jahr zeigt sie sich zusehend inkontinent beim Urinabsatz. Sie geht zwar ins Bad wo das Katzenklo steht, (mittlerweile 2) geht aber oft nur mit dem Vorderkörper hinein, so daß der Hinterkörper herausragt. Ebenso sitzt sie scheinbar „versonnen“ auf den Fliesen und läßt „es“ laufen. Einmal kam es vor, daß ich sie auf den Arm nahm und der Urin einfach aus ihr herauslief.

Nun nach all diesen Informationen komme ich zur eigentlichen Frage: „Ist nun der Zeitpunkt erreicht, die Katze zu eutanasieren?

Meine Frau hat da eine klare Haltung. Sie ist sich sicher, daß die Katze leidet und es nicht richtig wäre, weiter zu warten. Ich nehme hingegen kein wirkliches Leid wahr, das es rechtfertigen würde das Tier zu „erlösen“.

Mir ist klar, daß es sich auch um eine ethische Frage handelt. Doch bei meinem Kater habe ich (zu?) lange gewartet. Vielleicht können sie als erfahrener Tierarzt Kriterien nennen, die für mich einen anderen Anhaltspunkt darstellen als meine eigene Haltung und Emotionalität.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

LG
Michael Siebert

Dr. Mantel: Die Frage, wann der „beste“ Zeitpunkt für eine Euthanasie ist, läßt sich oft nur schwer und immer nur im Einzelfall beantworten.

Wie Sie sagen, ist im Allgemeinen das leiden eines Tieres, dem nicht geholfen werden kann der Auslöser hierfür.

Im vorliegenden fall ist die Sacher sicher schwierig, weil eben nicht klar ist, ob die Katze unter der Situation leidet.

Solange ein Patient frißt und trinkt und ein wenig Anteil an der Umgebung zeigt, ist meist keine zwingende Notwendigkeit vorhanden, auf der anderen Seite verschlechtert sich ihr zustand offenbar und auch in Anbetracht ihres Alters ist auf eine spontane, deutliche Besserung nicht zu hoffen.

Ich denke, daß beide Parteien zu einem gewissen teil „im recht“ sind.

Letztlich sollte diese Frage in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt und gemeinsam von Ihnen und Ihrer Frau gefällt werden.


Lieber Herr Dr. Mantel, [4. Dezember 2007]

unsere Katze Missy (ca. 11 Jahre) uriniert häufig in unser Ehebett aber meistens auf die Seite meines Mannes. Dies macht sie seit wir sie mit 1 Jahr aufgenommen haben. Früher hatte sie auch in das Bett meines ältesten Sohnes uriniert (er zog vor 6 Jahren aus). Wichtig ist, daß die beiden Hauptpersonen, die Missy abgöttisch liebt, mein Mann und mein Sohn sind. Sie unterließ dieses Verhalten für 1/2 Jahr.

Danach urinierte sie ins Büro meines Mannes und in eine Ecke im Keller, obwohl das Katzenklo regelmäßig gesäubert wird. Außerdem steht die Katzentoilette im Keller, da sie sich dort hauptsächlich aufhält. Wir schlossen auf eine Blasenentzündung, da sie ab Herbst bis Frühling urinierte. Daraufhin haben wir beschlossen sie über Nacht und wenn es besonders kalt/stürmig wurde sie sofort reinzuholen.

Seit ungefähr 4 Jahren uriniert sie auch im Sommer in unser Bett und auch auf gewaschene/saubere Kleidung.

Wir haben das Katzenklo mit einem Pheromon eingesprüht, dies half auch nicht. Die Ecken, in die Missy am liebsten uriniert haben wir mit Essig ausgerieben damit der Geruch verschwand und sie nicht mehr in diese Ecken uriniert.

Missy hat eine "Schwester"( wir sind uns nicht sicher, da sie so unterschiedlich sind), die wir mit adoptiert haben.

Sie bekommt 5 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Aber sie schreit meinen Mann abends immer nach essen an, obwohl sie meistens kurz zuvor etwas bekommen hat. Da sie schon Übergewicht hat setzten wir sie öfters auf Diät (anstatt 5 Mahlzeiten bekommt sie 3). Wir denken, daß sie beleidigt ist und deswegen uriniert.

Können Sie uns weiterhelfen?

Mit freundlichen Grüßen
Karola Rupietta

Dr. Mantel: Sicher ist hier ein „psychologisches“ Problem die Ursache, keine Erkrankung.

Trotzdem sollte ein Untersuchung durch einen Tierarzt stattfinden, um organische Probleme auszuschließen.

Danach sollten Sie sich mit einem Tierarzt für Verhaltenskunde kurzschließen, der Ihnen hoffentlich weiterhelfen kann.


Lieber Dr. Mantel, [15. November 2007]

unser Kater EKH ca. 6 Monate hat 3,3 Kg - wohl normal. Fraß anfangs schlechter als seine 4 Brüder aus dem gleichen Wurf. Im Wachstum damals ein  wenig zurückgeblieben. War aber sehr aktiv. Die Brüder sind nun weg, alle gut untergekommen. Die Mutter - war uns zugelaufen - hat das Weite gesucht. Unser Verdacht: der Kleine war zu anhänglich.

Seit 2 Monaten alleine, frißt er mittlerweile eine komplette Dose pro Tag - und mehr, wenn man ihn läßt. Wohl Frustfresser aus Langeweile. Hat einen großen eigenen Garten, nutzt ihn aber nicht. Bleibt nur draußen, wenn man mit ihm spielt. Schläft den ganzen Tag, wird immer fauler, hat mittlerweile einen Bauchansatz. Futtermenge zurückgefahren - nun protestiert er permanent. Die Genitalien scheinen mir ziemlich unterentwickelt. Kommt mir jetzt schon vor wie kastriert. Miezen wird er so nie imponieren.

Kann da eine Hormonstörung (z.B. Testosteronmangel) vorliegen? Kann man sowas irgendwo nachlesen?

MfG
Dieter Jansen

Dr. Mantel: Hormonelle Probleme können uU Gewichtsprobleme nach sich ziehen, wenn ich das auch im vorliegenden fall nicht glaube (die meisten Kater werden ja sowieso kastriert, ohne daß alle „verfetten“). Trotzdem ist sicher zunächst eine entsprechende Blutuntersuchung etc. beim Tierarzt ratsam.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [9. November 2007]

meine Katze Butzy bekam leider im Frühjahr dieses Jahres einen Tumor am Schwänzchen. Im April wurde er operativ entfernt und das Gutachten ergab einen Mastzellentumor. Im Oktober entstand wieder ein Tumor am Schwänzchen.

Vor 2 Wochen erneute Operation. Das Gutachten ergab ein Adenokarzinom, mit zweifelhafter Prognose. Mittlerweile habe ich kaum noch Hoffnung.

Von einer Bestrahlungstherapie halte ich im Interesse der Katze gar nichts. Was soll ich nur tun und was kommt jetzt ungefähr auf uns zu???

MfG
Charlotte Hummel

Dr. Mantel: Adenokarzinome neigen leider sehr stark zu Rezidiven, also Wiederauftreten, wenn sie nicht radikal entfernt werden (d.h. mehrere Zentimeter in ALLE Richtungen). Am Schwanz ist das verhältnismäßig einfach durch eine Amputation zu erreichen und wird von Katzen i.A. gut vertragen.

Diese Tumore streuen selten aber kommen wie gesagt oft wieder. Setzen Sie sich mit einem tumor-erfahrenenen Tierarzt zusammen, um weiteres Vorgehen (u.U. Nach-Operation) zu besprechen!


Lieber Dr. Mantel, [8. Oktober 2007]

wir wollen uns dieses Wochenende (13.10) zwei 10 Wochen alte Kätzchen aus einer Pflegestelle abholen. Nun wissen wir seit dem 2. Oktober, daß direkt über uns das Dach ausgebaut werden wird. Ab sofort, mindestens 9 Monate. Wir sind beide berufstätig (daher auch die Entscheidung für 2 Katzen), und wollten eine Woche tagsüber bei den Kätzchen sein, bevor wir wieder regelmäßig arbeiten gehen. Kann man das in dieser Situation den Katzen überhaupt zumuten? Die Pflegestelle sagt ja - ist aber auch froh, wenn Katzen genommen werden. Da die Zeit drängt, wären wir für eine schnelle Antwort sehr dankbar!!! Vielen Dank. Gruß aus Berlin.

Tobias P.

Dr. Mantel: Wahrscheinlich ist es für junge Katzen sogar noch eher machbar, sich mit einer solchen Situation „anzufreunden“ als für eine ältere, die ihre Ruhe und einen klaren Tagesablauf gewöhnt ist. Es gibt u.U. auch bestimmte Hilfsmittel wie sog. Pheromon-Verdampfer (d.h. Geruchshormone, die Wohlbefinden signalisieren bzw. vermitteln), die bestimmte Streßsituationen einfacher machen.

Ich denke also auch, daß der Baulärm den Katzen wahrscheinlich zuzumuten ist. Sicherheitshalber könnten Sie aber noch einen auf Verhaltenskunde spezialisierten Kollegen fragen.


Guten Tag Herr Dr. Mantel, [14. September 2007]

ich habe ein großes Problem mit meinem 2 Jahre alten Kater, der auf dem Land geboren wurde (wir haben ihn mit 1 1/2 Jahren von einer anderen Familie bekommen, in der er auch in der Stube lebte).

Wir haben das Problem, daß der Kollege mind. einmal in der Woche die Eigenschaft pflegt irgendwohin, nur nicht in sein Klo, zu urinieren oder Kot zu lassen. Z.B. in der Badenwanne, Küchenwaschbecken, auf den Flurboden (Teppich oder Laminat), gern auch in ein Kinderbett oder auch einfach in eine Zimmerecke und 1 Meter neben sein Klo. Manchmal macht er tagelang in sein Klo und dann auf einmal wieder nicht. Der Kater ist bereits von uns kastriert worden. Der Output auf dem Klo gleicht einer vollen Mülltüte, so etwas habe ich noch nicht erlebt, deswegen bekommt er jetzt auch weniger zu essen. Er ißt größtenteils Trockenfutter. Das Klo wird (zwangsläufig) regelmäßig sauber gemacht. Wir lassen häufig die Badewanne mit Wasser vollaufen, bringt aber nichts, dann macht er in eine andere Ecke. Spray haben wir erst gar nicht probiert, da ich nicht die ganze Wohnung voll sprühen kann und er sich sowieso wieder eine andere Ecke sucht. Wir sind ratlos. Können Sie uns weiterhelfen??

Vielen Dank
S. Hennig & S. Müller

Dr. Mantel: Zunächst besteht die Möglichkeit, bestimmte Verdampfer von „Wohlfühl-Pheromonen“ einzusetzen (Feliway), weil es sich höchstwahrscheinlich um eine Art Protest handelt. Leider hilft das nicht immer und in manchen Fällen muß der Kern des Verhaltens noch ergründet werden, u.U. mit Hilfe eine Verhaltenstherapeuten.

Unabhängig davon ist es interessant, daß Sie die große Stuhlmenge erwähnen. Unter Umständen liegt hier ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse vor. Hierzu sollte sich ein Tierarzt die Sache mal ansehen und ggfs. bestimmte Tests durchführen.


Guten Tag, [12. September 2007]

ich mache mir Sorgen um mein Katzenbaby. Wir haben sie seit Juli und sie hat immer gut gefressen. Jetzt hat sie angefangen, kurz am Futter zu schnuppern und scharrt dann um den Napf herum und frißt nur sehr wenig oder gar nicht. Napf ist immer sauber, Futterecke auch. Habe auch den Napf schon an andere Orte gestellt, es hilft nichts. Können Sie mir weiterhelfen? Bitte antworten Sie mir.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,
S. Schmitz

Dr. Mantel: Denkbar ist, daß der momentan stattfindende Zahnwechsel ihr/ihm etwas Probleme bereitet.

Ansonsten sollte auf jeden fall ein Tierarzt aufgesucht werden, um Schlimmeres auszuschließen.


Sehr geehrter Dr. Mantel, [1. September 2007]

unser Kater (lebt draußen) wird am 4. September 5 Monate alt. Er wiegt 3,1kg. Er bekommt jeden Tag ca.60g Trockenfutter, aber keine Leckerlis zwischen durch. Ist das zu viel? Wenn man ihm weniger Futter gibt und er Hunger hat, miaut er. Soll er Diätfutter bekommen?

Ich danke im Voraus für Ihre Infos.

mfG
Madeleine

Dr. Mantel: Die typische Antwort: Kommt drauf an….

Zunächst auf die Statur des Katers, wie beim Menschen gibt es eher große Ausgaben und kleinere.

Außerdem läuft der Stoffwechsel nicht bei allen Tieren gleich, ein Freigänger wird sicher mehr Kalorien verbrauchen als ein Stubenkater.

Beim Futter gibt es große Unterschiede bzgl. Energiegehalts, meist steht eine Fütterungsempfehlung auf der Packung.

Generell gilt: Man sollte die Rippen des Katers fühlen können sowie beim Entlangfahren an der Wirbelsäule die Wirbel ertasten können.

Wenn das nicht mehr geht: Weniger bzw. kalorienärmer füttern.


Sehr geehrter Dr. Mantel, [15. August 2007]

vor ca. 2 Wochen hat unser Jungkater (5 Monate) versucht durch das Kippfenster auszureisen. hat sich dabei aber eingeklemmt. Und mußte dazwischen ca. 1.5 Stunden aushalten. Wir sind sofort mit ihn zum Arzt gefahren der er das rechte Bein hinter sich her zog. Der Arzt hat aber nur festgestellt das das Becken ein wenig abbekommen hat also nichts ernstes. Von tag zu tag hat sich der zustand unseres Katers immer mehr verschlechtert. Er fraß nichts, trank nichts, schlief die ganze Zeit nur und nahm nichts war. Vom Arzt bekam er zwei Tage nacheinander Infusionen da er da von ausgeht das die Muskel zu sehr gequetscht wurden. Danach mußte er sechs Tage lange Tabletten nehmen. Das hat er auch. Sein zustand hat sich aber nur so weit geändert das er wieder frißt und trinkt. Er nimmt aber immer noch nichts wahr schläft die meiste Zeit nur und bewegt sich nur zur Toilette und zum Freßnapf. Er läßt sich nicht einmal durch Spielsachen animieren. Könnte da etwas Ernstes hinter stecken, da wir nicht weiter wisse.

Danke!
Sascha Hergemöller

Dr. Mantel: Eine Kippfenster-Verletzung ist u.U. eine ernste Verletzung, weil die Quetschungen zur Schädigung von Organen und Gefäßen führen können. Außerdem kann es durch ausgedehnte Quetschungen zu späteren Nierenschädigungen kommen.

Ich würde bei schlechtem Allgemeinbefinden noch mal eine Laboruntersuchung und Röntgenaufnahmen machen, um das Ausmaß der Probleme zu verfolgen. Manchmal ist auch eine Dauerztropftherapie erforderlich.

Besprechen Sie die Sache noch mal mit Ihrem Tierarzt….


Sehr geehrter Dr. Mantel, [1. August 2007]

wir haben drei Katzen, die nur in der Wohnung leben und seit dem Einzug der dritten Katze (seit ca. 4 Monaten!) alle an einem Ohrpilz (laut Tierärztin) leiden. Die verschriebenen Ohrentropfen läßt sich leider nur der Neuzugang problemlos verabreichen. Bei den anderen beiden ist dies absolut nicht möglich. Leider werden wir den Pilz deshalb nicht los. Alle drei kratzen sich häufig an den Ohren und schütteln oft den Kopf.

Gibt es vielleicht eine andere Form der Behandlung (Tabletten, Spritzen, etc.)? Wir machen uns Sorgen, daß unsere Katzen einen dauerhaften Schaden davontragen, wenn wir das Problem nicht bald in den Griff bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Diana Bierhoff

Dr. Mantel: Zunächst wäre es wichtig, die Diagnose genau zu wissen (wirklich Pilz, u.U. welcher etc). Womöglich handelt es sich auch/zusätzlich um ein durch Milben ausgelöstes Problem.

Manche Behandlungen gegen Pilze, Milben etc. können auch als Tabletten oder Tropfen verabreicht werden, aber die Behandlung des Ohrs selber ist eigentlich immer zumindest unterstützend nötig. So ganz wird man meist um die Ohrtropfen nicht herum kommen.

Ansonsten besteht die Möglichkeit, in Narkose die Ohren gründlich zu spülen und zu reinigen. Damit hat man schon mal einen großen Schritt nach vorne gemacht.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [27. Juli 2007]

seit einigen Wochen stelle ich immer wieder leichte Verkrustungen auf der Haut meines Katers (14) fest und vermehrten Fellabwurf, da er sich auch sehr oft kratzt. Mehrere Untersuchungen beim Tierarzt brachten keine Erkenntnisse. Er ist in einem für sein Alter guten Allgemeinzustand, hat noch alle Zähne, allerdings hat die rechte Niere mehr oder minder ihre Tätigkeit eingestellt (er bekommt entsprechendes Diätfutter vom Tierarzt) und altersbedingte Verkalkungen an der Wirbelsäule wurden festgestellt (röntgen). Seit einigen Tagen ist er merklich ruhiger geworden, mag nicht mehr so oft raus und wenn, hält er sich immer in Sichtweite auf, frißt dafür aber umso mehr. Gestern fand ich zwei pickelähnliche Erhebungen (rosa, nicht verkrustet, nicht freiliegend) im vorderen Bauchbereich. Berührung dieser (ca. erbsengroß) Erhebungen toleriert er zwar, aber nur unter Protest, es scheint unangenehm oder gar schmerzhaft zu sein.

Haben Sie eine Idee, welche Untersuchungen ich noch in die Wege leiten könnte?

Herzlichen Dank!

MfG
R. Machu

Dr. Mantel: Idealerweise sollten von den Veränderungen Biopsien genommen werden (dabei im Zweifel gleich ganz entfernen), um sicher zu wissen, um was es sich handelt und wie man womöglich behandeln sollte.


Hallo, [27.Juli 2007]

ich habe folgendes Problem. Meine zwei Katzen waren beide schwanger und haben geworfen, die eine ein paar tage vor der anderen. Bei der ersten Katze waren es erst 2 Totgeburten und am nächsten tag ein lebendes um das sie sich jetzt sehr gut und liebevoll kümmert. Bei der anderen Katze läuft es etwas anderes sie hat gestern abend ihren Wurf bekommen ein totes und ein lebendes, hat sich die ersten paar stunden gekümmert also geputzt und trinken lassen doch heute morgen ist sie abgehauen und schon mehrere stunden weg. Das kleine Kätzchen war schon kühl da hab ich es bei die andere Katze angelegt die es auch liebevoll annimmt. Nun ist meine frage was kann passieren wenn die andere Katze wieder kommt? Wie wird sie reagieren? Kann dem kleinen Kätzchen etwas passieren??? Bitte um schnelle Antwort damit ich reagieren kann wenn etwas passiert.

Gruß die Kätzchenoma
sophie

Dr. Mantel: Wahrscheinlich passiert nichts weiter zwischen den beiden Katzen, weil die Kleien mittlerweile Geruch der Mutter angenommen hat.

Wenn beide Katzen in Streit geraten ist es jetzt auch nicht zu ändern, denn zunächst muß der Welpe in Ordnung sein - und das scheint nur bei der "Tante" der fall zu sein. Ich würde die Situation so lasen und ggf. Die beiden Erwachsnen Katzen trennen, wenn Probleme auftreten.


Guten Tag Herr Dr. Rasso!! [29. Juni 2007]

Ich besitze 2 Aids-Kranke Katzen, die Katze (Nikki) war als erste da und mein Verlobter und ich dachten wir tun ihr was Gutes und holen ihr ein Spielgefährten dazu! Wir haben ihn mittlerweile ein halbes Jahr und alles war gut bis vor 2 Wochen, da fing es an, daß sie überall hingepischt (auf Kleidung, die Couch, einfach überall) hat und jetzt macht sie ihr großes Geschäft gerade da wo sie ist!!! Egal ob es unter dem Bett ist oder auf die Gardinen, wir sind total genervt.

Ich dachte vielleicht mag sie einfach nicht mehr mit dem Kater (Felix) auf eine Toilette gehen aber sie benutzt weder die neue noch die alte!

Und jetzt fängt der Kater auch noch an die ganzen Tapeten von der Wand zukratzen, wir haben einen Kratzbaum der bis zur Decke hoch ist und noch einen der ca. 1,50m hoch ist.

Wenn ich von der Arbeit komme geh ich gleich auf suche, denn ich weiß, daß sie wieder irgendwo hingemacht hat. Denn es passiert jeden Tag nicht einmal in 2 Wochen hat sie die Toilette benutzt, ich setzte sie jeden Tag darein, aber das geht ihr am allerwertesten vorbei. Die Toiletten sind beide sauber, Desinfiziert usw. Und muß auch immer gleich gucken, wo ich wieder die Tapeten aufsaugen muß. Ich weiß einfach nicht mehr was ich jetzt noch machen soll!!!

Über ein paar Tips würde ich mich sehr freuen und sage im Voraus schon mal Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Janina Seute

Dr. Mantel: Leider kein einfaches Problem.....

Zunächst wäre es sicher gut, mind. 2-3 verschiedene Toiletten an verschiedene Stellen zu positionieren, Futter und Wasser weit davon weg und auch davon jeweils mehrere. Katzenklo mal nicht desinfizieren, sondern im Bedarfsfall nur mit heißem Wasser reinigen (manche Katzen mögen den Geruch nicht).

Ansonsten ist das wahrscheinlich eher ein Problem für einen auf Verhaltensfragen spezialisierten Kollegen.

Trotzdem viel Erfolg


Guten Tag, [9. Juni 2007]

ich habe bei meinem Hauskater und meiner Hauskatze ein kleines bis mittleres Problem und hoffe Sie können mir weiterhelfen.

Seit nun fast 2 Monaten verlieren die beiden extrem viel Haare. Erst dachte ich das es am raufen der beiden liegt oder das sie nun ihr Sommerfell bekommen. Aber so extrem war es im letzten Jahr nicht, wenn ich nicht zweimal am Tag die Teppiche absaugen würde, könnte man sich einen Pulli daraus Stricken. Selbst wenn ich einen der beiden hoch nehme und streichel, habe ich einen riesen Büschel Haare in der Hand.

Liegt es vielleicht am Futter, oder an sonstigen Mangelerscheinungen?

Ungeziefer wie z.B. auf dem Flohkamm kann ich nicht feststellen, die beiden gehen aber sowieso nicht nach draußen. Auch Schuppen haben sie nicht.

Über ein paar Tipps und Ratschläge würde ich mich auch im Namen meiner Lieben, sehr freuen und bedanken.

Mfg Oliver Berneburg

Dr. Mantel: Wenn sich keine kahlen Stellen im Fell zeigen, sondern das Haarkleid an sich vollständig ist, ist wahrscheinlich kein echtes Problem vorhanden.

Was man versuchen kann, ist mit zink und ungesättigten Fettsäuren in Form von Kapseln, Gel oä weiterzuhelfen.

Oft ist aber ein solches Fellproblem normal, auch wenn es natürlich mühselig ist. Eine Untersuchung der Katzen liefert im Zweifelsfall noch zusätzliche Klarheit


Schönen guten Tag. [7. Juni 2007]

Ich habe einen 6 Jahre alten kastrierten Kater, der wieder Struvitsteine bekommen hat, trotz Fütterung des Diätfutters: Kattovit Urinary (Trocken- und Naßfutter).

Ich weiß jetzt leider nicht mehr, was ich ihm noch füttern soll. Haben Sie vielleicht einen Vorschlag?

Leider frisst er auch Trockenfutter lieber, als Naßfutter. Ich möchte ihm auch nicht unbedingt Tabletten etc. ein Leben lang geben.

Danke für die Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Gaby Zanta

Dr. Mantel: Leider wird man um Diätfütterung nicht herum kommen. Idealerweise würde ich auch mal andere Diätfutter ausprobieren, sehr gut sind „urinary“ von Royal Canin und „s/d“ von Hill’s.

Alternativ gibt es auch verschiedene Pasten, die man zum Futter dazugibt.

Sinn ist jeweils das Ansäuern des Urins.

Ob Naß- oder Trockenfutter ist nicht so entscheidend, viel Flüssigkeit führt natürlich zu einer mechanischen Ausschwemmung.

Gerade bei Katern ist es wichtig, diese Steine zu behandeln, weil sie u.a die sehr enge Harnröhre verstopfen können. Das ist lebensbedrohlich…


Hallo, [4. Juni 2007]

Ich habe meine Katze mit meinem Schrebergarten von der Vorbesitzerin übernommen. Daher weiß ich weder wie alt sie ist noch welches Geschlecht die Katze hat. Da sie noch nie Junge nach Hause gebracht hat, nehme ich an, daß sie kastriert ist. Heuer nach 3 Jahren das 1.Mal "reitet" sie in der Nacht auf meinem Fuß auf und scheidet ein stinkiges Sekret aus. Können Sie mir sagen was das auf sich hat?

Susanne Steinlechner

Dr. Mantel: Unter Umständen handelt es sich hierbei um Sekret aus den Analbeuteln, das zur Markierung unter Katzen dient.


Sehr geehrter Dr. Mantel [30. Mai 2007]

Wir haben 2 Kätzinnen die beide Nachwuchs bekommen haben, die einen sind 3 Wochen alt die anderen 5 Tage, sie pflegen und säugen die kitten auch zusammen, allerdings haben wir mit der Mutter der 5 tage alten Kitten folgendes Problem.

Sie "stiehlt" der anderen ihre Kinder und versucht ihre zu erdrücken, eins hat sie leider heute erstickt, sie säugt sie und pflegt sie zeitweise zwar aber sie versucht immer wieder die anderen auch zu betreuen, wir haben versucht die Kätzinnen von einander zu entfernen, doch dies schlug auch fehl, denn sie wird dann aggressiv und schreit die ganze Zeit und pflegt ihre Baby´s dann auch nicht mehr bzw. versucht sie zu verstecken und läßt sie alleine liegen.

Ich weiß keinen Rat mehr und bitte um Antwort.

Dr. Mantel: Offenbar ist hier ein echter "Mutterkonflikt" die Ursache, der nicht ganz leicht zu behandeln ist. Bevor die Welpen Schaden nehmen (entweder durch Zusammenlassen oder durch trennen) sollte die Angelegenheit am besten einem auf Verhaltenskunde spezialisierten Kollegen vorgetragen werden.

Alternativ würde ich vorschlagen, die Katzen doch zu trennen, so daß die älteren durch ihre Mutter versorgt sind und die Kleinen im schlimmsten Fall (wenn die Mutter sie dann nicht mehr annimmt) per Flasche aufgezogen werden müssen. Zumindest stirbt dann nicht noch mal ein Kätzchen durch die Mutter.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [15. Mai 2007]

wir haben einen 10 Monate alten BKH Kater. Er wog 4,6 Kilo, nahm dann ab auf 3,4 Kilo. Er frißt ganz normale Mengen Trockenfutter. Untersuchungen beim Tierarzt ergaben keine Krankheiten. Ultraschall der Nieren war Ok, zwar kleine Veränderungen aber ohne Bedeutung. Blutwerte i.O. Was können wir tun damit er zunimmt. Er ist fit, geht raus, zeigt keinerlei Krankheitsanzeichen. Kein Durchfall, Erbrechen o.ä. Über einen Tip würden wir uns sehr freuen. Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichem Gruss
Manuela Schulz

Dr. Mantel: Für einen Kater von 10 Monaten ist 3,4 kg eigentlich ein normales Gewicht; wenn er außerdem keinerlei Anzeichen für Krankheiten hat, es ihm gut geht und Labor und Ultraschall ok ist, würde ich mir zunächst keine großen Sorgen machen. War er zunächst im Haus und hat durch Freigang abgenommen? Mehr Bewegung kann das auch verursachen. Wenn er auch von der Statur her nicht mager wirkt und keine Darmparasiten hat, würde ich das so akzeptieren…


Hallo Herr Dr. Mantel, [13. Mai 2007]

unserem Stubentiger Picasso wurde vor vier Tagen unter Vollnarkose der Zahnstein entfernt. Zunächst schien alles gut. Nun begann er gestern Abend fürchterlich zu niesen.

Er niest 5-10 Mal hintereinander, dann für eine Weile nicht (10-30 Minuten) um dann wieder zu niesen. Er frißt und trinkt normal und ist aktiv. Seine Augen tränen nicht und er hat keinen Ausfluß aus der Nase (nur beim Niesen fliegt schon mal was). Die Nase wird langsam rot und scheint ein wenig angeschwollen zu sein (er reibt sie sich auch oft mit der Pfote). Woher kann das Niesen kommen?

Kann er sich trotz Impfung (vor 11 Tagen) in der Praxis bei einer anderen Katze angesteckt haben?

Vielen Dank für die Antwort.
Anis Karoui

Dr. Mantel: Prinzipiell ist es denkbar, daß Picasso sich in der Praxis angesteckt hat, weil auch eine Impfung nicht hundertprozentig gegen Katzenschnupfen schützt (vgl. Grippe-Impfung beim Menschen). Das Risiko wird aber sehr stark reduziert (bes. gegen die „schlimmeren“ Schnupfenerreger hilft die Impfung gut).

Im Bedarfsfall, sprich, wenn die Sache nicht nach kurzer Zeit besser wird und/oder es Picasso nicht so gut geht, sollte man das Problem behandeln lassen.


Hallo Herr Dr. Mantel, [19. April 2007]

wir haben 2 BKH Kater. Einen 4-jährigen und einen 16 Jahre alten Senior. Dieser war im letzten Monat beim Tierarzt zum Impfen und zur jährlichen Komplettuntersuchung. Der Tierarzt hat bestätigt, daß er für sein Alter kerngesund ist. Er ist zwar ziemlich mager, war aber auch in jüngeren Jahren nie schwerer als höchstens 4,5 kg. In den letzten 2 Wochen frißt er aber noch weniger als sonst und wirkt immer dünner. Ich habe ihn lange nicht gewogen, aber ich schätze, er hat höchstens noch knapp 3 kg. Er ist normal "munter". Er bricht hin- und wieder Futter aus und hat nicht immer festen Stuhlgang. Seit ein paar Tagen bleiben nach jedem Fressen, Reste der Sauce im Fell um sein Mäulchen herum (nur unten), das war sonst nie. Meine Frage ist nun, gibt es Präparate, die seinen Appetit fördern, damit er vielleicht ein bißchen zunimmt? Hilft diese Malt-Paste evtl. gegen das Erbrechen? Er erbricht selten Haare, meist ist es Flüssigkeit mit und ohne Futter.

viele Grüsse
Sabine Imgenberg

Dr. Mantel: Es gibt zwar appetitstimulierende Medikamente, aber ich würde zunächst doch eine ausführliche Untersuchung (Sprich Blutuntersuchung und Röntgen) durchführen lassen. Ein so starker Gewichtsverlust ist im Allgemeinen nicht nur auf das Alter zurückzuführen, sondern hat meistens eine echte organische Ursache (Tumore, Niereninsuffizienz, Leberprobleme, Schilddrüse etc etc).


Hallo, [13. März 2007]

meine 4-jährige Katze zieht sich seit etwa 4 tagen völlig zurück (kommt nicht mehr rein), frißt und trinkt nichts mehr und ist abgemagert.

Ist das was Ernstes, also sollte ich mit ihr so schnell wie möglich mit ihr zum Tierarzt oder lieber noch ein bißchen abwarten?

Dr. Mantel: Ich würde Ihnen auf jeden Fall eine tierärztliche Untersuchung incl. Blutuntersuchung und ggf. Röntgen empfehlen.


Lieber Herr Dr. Mantel, [12. März 2007]

wir haben einen ca. acht Jahre alten Kater, der immer sauber war nun – vermutlich aus Protest – unsauber geworden ist.

Situation war/ist folgende:

Wir haben diesen Kater mit ca. 5 Monaten bekommen. Er war ca. fünf Wochen als Einzeltier bei uns, in welchen er sehr aufgeschlossen und verspielt war.

Danach bekam Gesellschaft von einem zweiten Kater, ca. 18 Wochen alt. Nach Einzug des neuen Spielkameraden – und den natürlich stattfindenden Revierkämpfen – zog sich Kater Nr.1 irgendwann in sich zurück, wurde recht faul und spielte auch nur noch wenig. Vermutlich hat er sich dem jüngeren, etwas wilderen Kater untergeordnet. Beide waren zu diesem Zeitpunkt reine Wohnungskatzen!

Nach sieben Jahren sind wir umgezogen und die Kater bekamen nach einigen Wochen ihren ersten Freigang, welcher ihnen auch sehr gut gefiel und auf welchen sie auch nicht mehr verzichten möchte.

Leider haben wir im Oktober 2006 unseren jüngeren Kater (Nr.2) durch einen Autounfall verloren. Danach blühte Kater Nr.1 wieder extrem auf und war sichtlich froh, wieder bei uns an erster Stelle zu stehen und die voll Aufmerksamkeit seiner Menschen zu bekommen.

Aus diesem Grund haben wir – nach anfänglichen Überlegungen – darauf verzichtet, einen neuen Spielkameraden auszugucken.

Jedoch ist es seit ca. zwei Wochen so, daß unser Kater es nicht mehr akzeptieren will, wenn er allein ist. Dabei ist er von klein auf daran gewohnt, mind. acht Std. am Tag allein zu bleiben. Mittlerweile stimmt er – sobald wir ins Bett gehen und die Tür zu ist (ins Schlafzimmer darf er nicht) – ein ca. 30-minütiges Klagelied an. Am nächsten Morgen haben wir dann meist eine „Überraschung“ in der Küche oder neben dem sauberen (!!!) Katzenklo. Ebenso abends wenn wir nach Hause kommen, kann ähnliches passiert sein.

Auch vereinnahmt er seine Menschen– vor allen Dingen mich – mittlerweile extrem, so daß er sich z. B. massiv zwischen mich und meinen Partner drängt, wenn wir zusammen auf dem Sofa sitzen etc. Oder er springt beim Essen auf den Tisch (was er auch nie gemacht hat – außer einmal als „Baby“) oder leg sich auf die Tastatur, wenn man am PC sitzt. Dabei beschäftigen wir beide uns extrem viel mit dem Tier, eben damit Diese Eskapaden ausbleiben und er sich nicht alleine fühlt.

Wäre es sinnvoll, doch noch ein zweites Tier anzuschaffen? Und wie lenke ich diese „Liebe“ meines Katers geschickt von mir auf eine andere Katze?

Vielen Dank für Ihre Antwort im voraus!
Herzliche Grüße aus Wuppertal,

S. Tockner

Dr. Mantel: Die Frage, ob ein anderer Partner für Ihre Katze sinnvoll ist, kann eigentlich nur ein Versuch klären. Leider gibt es vorab keine andere Möglichkeit....

Was unter Umständen Hilfe bringen kann ist ein Pheromon-Verdampfer, der "Wohlfühlhormon" versprüht und damit die Psyche Ihres Katers positiv moduliert.

Wenn damit auch keine Besserung zu erzielen ist, würde ich Ihnen die Hilfe eines Tierarztes für Verhaltenskunde empfehlen.


Guten Tag [1. März 2007]

Per Zufall habe ich Ihre Internetseite entdeckt.

Ich habe folgendes Problem:

Meine 3 jährige Main Coon Katze hat seit einer Woche eine Blasenentzündung.

Am Samstag war ich beim Tierarzt und er hat mir ein Antibiotikum mitgegeben. Sie nimmt 2x täglich 1 Tablette seit Sonntag. Also nun 5 Tage.

Ich habe eine Besserung bemerkt, aber was mir aufgefallen ist, daß sie am Morgen fast alle 15 Minuten das Klo aufsucht und am Abend nur jede Stunde.

Vorher war es noch viel öfters. Aber ich finde es immer noch nicht ganz gut.

Meinen Sie ich sollte noch etwas abwarten, ich habe noch für morgen Freitag 2 Tabletten, danach ist das Antibiotikum fertig.

Oder soll ich lieber gleich dem Tierarzt anrufen?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Gina Aerni
Schweiz

Dr. Mantel: In einem solchen Fall empfiehlt es sich, eine ausführliche Untersuchung der Blase sowie der restlichen harnableitenden Wege (Nieren, Harnleiter, Harnröhre) durchzuführen.

Hierbei sollte eine Ultraschalluntersuchung und eine Analyse des Urins durchgeführt werden.

Es gibt verschiedene Auslöser für Blasenentzündungen bei Katzen, leider manchmal auch Entzündungen ohne ersichtlichen Auslöser, die teils sehr schwierig zu behandeln sind.

In vielen Fällen ist eine Verbesserung auf lange Sicht per Futterumstellung zu erreichen. Ihr Tierarzt sollte Ihnen helfen können dabei.


Hallo Herr Dr. Mantel! [27. Februar 2007]

Ich fange mal mit der Geschichte von vorne an. Ich habe Minou jetzt ca. 1 1/2 Jahre. Ich habe sie mit 5 Jahren aus dem Tierheim geholt. Unser Start war alles andere als einfach, da sie, was ich vorher nicht bemerkt habe und mir auch keiner gesagt hat, einen Polyp im Ohr. Ständig mit der armen Katze die mich noch nicht mal kannte und auch kaum Zeit hatte mich kennenzulernen zum Tierarzt und ständig Autofahren ca. eine halbe Stunde lang da wir ja zum Tierheimtierarzt mußten. Nach verschiedenen Antibiotika kam eine Op, die der Tierarzt meiner Meinung nach verpfuscht hat, da der Polyp nicht wirklich weg war. Eine Freundin empfahl mir dann einen tollen Tierarzt und er konnte Minou endlich helfen. eine ziemlich aufwendige Op, da der Polyp hinter dem Knick im Ohr lag. Naja, nach 2 Std OP hatte sie es dann geschafft und der Polyp war tatsächlich weg und blieb es auch. der einzige Nachteil: Minou hört seitdem sehr schlecht. wenn man was von ihr möchte muss man schon schreien. Außerdem kann sie Geräusche kaum dem Herkunftsort zuordnen. Ach so, ich sollte vielleicht noch erwähnen das Minou eine rote Katze ist (angeblich BKH).

Als ich Minou aus dem Tierheim holte hatte sie das Problem das sie fast nur noch Haut und Knochen war und nur fraß, wenn man sie streichelte. So, nun kommt meine erste Frage: Minou frißt momentan sehr schlecht. Vorher hat sie bis zu 400 g Naßfutter (aldi) gefressen und ich konnte auch nicht wirklich eine Abneigung dagegen feststellen. Doch seit kurzer Zeit frißt sie wenn es hoch kommt 100 g am Tag. (Kroketten stehen immer bereit, doch auch davon frißt sie nicht viel) ich habe auch schon bemerkt, daß sie mehr frisst, wenn ich zuhause bin. wenn ich nicht da bin hat sie kaum was gefressen. haben sie irgendeinen Tipp was man da machen kann?

Dann habe ich noch eine zweite Frage: Ich habe seit ca nem Jahr einen Freund der 2 Perserkatzen hat. Da wir in getrennten Wohnungen leben, müssen wir nun immer hin und her fahren um unseren Katzen gerecht zu werden. Irgendwann haben wir uns gedacht, die 3 Katzen mal zusammen zu tun. Leider hat die Tierheimleiterin damals gesagt das Minou nicht mit anderen Katzen zusammen soll. Naja die ersten Male lief es ganz gut, denn Minou hat die 2 angefaucht und sie so in Schacht gehalten. Doch nach ein paar Malen hat das Weibchen meines Freundes kapiert das das von Minou nur heiße Luft ist und sie einfach nur furchtbare Angst hat. Mittlerweile hat auch sein Kater dies verstanden und nähert sich ihr. Doch sie zieht sich nur zurück. Meinen Sie das kann noch was geben, oder soll man alles so lassen wie es ist, denn irgendwann wird der Gedanke mit dem zusammenziehen näher rücken.

Dann noch meine dritte Frage: Minou hat über ein Jahr gebraucht um einigermaßen Vertrauen zu mir aufzubauen und hat schon fast ganz verstanden, daß ich ihr nichts tue (ich glaube ja, daß sie vor mir mal geschlagen wurde oder sowas in der Art). Ich halte das mit ihr so, daß wenn sie was von mir möchte soll sie kommen, aber ich komme ihr nicht zu nahe, um sie nicht zu bedrängen. So, dann bin ich mit meinem jetzigen Freund zusammengekommen und als wir Minou das erste mal mit bei ihm und den beiden Persern hatten, muß irgendwas vorgefallen sein, was dazu geführt hat, das Minou eine fast panische Angst vor meinem Freund hat. Wenn sie ihn sieht faucht sie ihn an und weicht zurück. Er war der Meinung, daß die drei Katzen sich einigen müssen und hat alle 3 in den engen Flur gebracht. Naja geeinigt haben sie sich trotzdem nicht. ich weiß ja das man Katzen Zeit lassen muß, aber ich konnte ihn nur schwer von dieser Meinung überzeigen. Mittlerweile hat sich das Verhältnis etwas gebessert, doch jedesmal wenn er bei mir ist, guck sie immer wo er ist, oder sucht bei mir Schutz. Haben sie da einen Rat?

So das war es erst mal. ich hoffe ich habe nicht zu verwirrend geschrieben und sie verstehen meine Mail. Es ist einfach schon so viel passiert um das klar aufzuschieben. Ich hoffe sie können mir vielleicht helfen?

Mit freundlichen Grüßen,
Fabienne Gaffling

Lieben Dank im Voraus schon einmal für Ihre Mühe!!!

Dr. Mantel: Ich würde Ihnen auf jeden Fall raten, zunächst eine organische Erkrankung auszuschließen. Das heißt, beim Tierarzt Blut abnehmen und im Labor untersuchen lassen (u.U. auch gegen Katzenseuchen, wenn das im Tierheim nicht getan wurde). Wenn eine Katze nicht mehr fressen mag, ist meist ein Krankheitsgeschehen schuld und das sollte abgeklärt werden.

Zu der Frage bzgl. Ihres Freundes: Wahrscheinlich hat die Kleine sich das Einsperren im Gang durchaus gemerkt und nicht verziehen.

Sicher braucht die Sache mit den beiden zeit und ob die 3 Katzen jemals Freunde werden bezweifle ich.

Wesentlich ist, daß die Katzen genügend Platz haben, einander ausweichen zu können, daß genügend im Raum verteilte Futter- und Wasserschälchen da sind und daß pro Katze mind. 1 Klo angeboten wird.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [25. Februar 2007]

mein Freund und ich möchten uns gerne in der nächsten Zeit ein Kätzchen holen. Wir leben zusammen in einer großen Wohnung, sind aber beide berufstätig. Allerdings arbeitet mein Freund an zwei Tagen die Woche zuhause, wodurch das Kätzchen eigentlich nur an drei Tagen in der Woche tagsüber alleine wäre (das allerdings dann ca. 11 Std.).

Da wir aber beide sehr häuslich sind, würden wir uns abends dann ganz unserem Stubentiger widmen.

Ist das einer Katze zuzumuten?

Wir möchten ihr ja ein liebevolles Zuhause geben und sie nicht vereinsamen lassen...

Vielen Dank vorab für Ihren Rat

Freundliche Grüße
Janina Pollmann

Dr. Mantel: Ideal wäre es sicher, zwei Katzen anzuschaffen, die sich gegenseitig „trösten“ können.

Auf der anderen Seite gibt es bestimmt viele Katzen, die die betreffende Zeit 3 mal pro Woche sowieso verschlafen würden. Man sollte aber versuchen, die (im Zweifelsfall) „Kleine“ allmählich in länger werdenden Abständen ans Alleinsein zu gewöhnen, idealerweise sollten Sie also am Anfang Zeit (Urlaub) haben.


Sehr geehrter Herr Doktor Mantel, [24. Februar 2007]

ich habe seit fast 4 Jahren 2 Katzendamen- Schwestern aus einem Wurf. Sie sind Halbperser, so vermuten wir jedenfalls, denn der Vater ist uns nicht bekannt.

Beide Katzen habe ich von einem Bauernhof, es sind Freigänger (leider)! Denn ihr langes Fell ist für Wind und Wetter und tagelanges Streunen eigentlich nicht geeignet.

Der Versuch, sie im Haus zu halten ist fehlgeschlagen - die beiden stehen wochenlang an Tür oder Fenster und machen Radau.

Eine dieser Katzen hat ein "praktisches" Fell. Wenn da mal etwas verfilzt ist, dann wächst die Klette von der Haut weg und ich kann sie abschneiden. Sie läßt sich bürsten und alles ist gut.

Bei der Schwester aber bilden sich Kletten und Verfilzungen, die wie toupiert immer sehr dicht an der Haut sind. Wenn nun die Dame mal wieder 3 Tage auf der Pirsch war, dann habe ich keine Chance mehr, das Fell wieder durchzukämmen. Es tut ihr weh, sie wehrt sich inzwischen heftig und sobald sie die Bürste sieht, verkriecht sie sich in die letzte Ecke. Mit guten Worten, Klickertraining, Leckerli ist da nichts mehr zu wollen. Im Frühjahr, wenn das Winterfell sich verabschiedet, lösen sich auf dem Rücken richtig fest verfilzte Haarplatten, die Handtellergroß sind! Sowas habe ich noch nie gesehen- und ich habe seit 30 Jahren Katzen. Diese Katze häutet sich förmlich. Erst wenn ein Haarbüschel wirklich hinter ihr herschleift, dann "darf" ich mal zur Schere greifen. Im Augenblick ist der gesamte Bauch mal wieder voller Gnubbel und durch das Kratzen hinter den Ohren hat sie sich auch dort die Haare fest an die Haut toupiert. Natürlich scheuert dann das Halsband, aber ich habe keine Chance ihr zu helfen.

Vor 2 Jahren habe ich sie mal in Narkose scheren lassen. Aber auch da hatte sie an einigen Stellen heftige Hautverletzungen, weil diese Verfilzungen extrem dicht an der Haut sind. Mal abgesehen davon, daß Narkosen auch nicht zur Gewohnheit werden sollten, fand ich die Aktion wegen der Verletzungen absolut nicht gut. Wir haben mehr als 1 Stunde an dem Tier gearbeitet.

Irgendwann kam mir die Idee es mal mit Enthaarungscreme zu versuchen. Zunächst ganz vorsichtig und auch nur an Stellen, wo sie diese nicht ablecken kann. Und, oh Wunder, das funktionierte. Die Haare lösten sich prima ab, die Haut darunter sah prima aus. Eigentlich ideal. Nur sicher schädlich, wenn ich daß am Bauch mache, wo sie die Creme sofort ableckt.

Aber die Creme wirkt sehr schnell. Wenn ich also die Katze damit einschmiere, dann müßte ich ca. 30 Minuten warten, dann kann man die Haare samt Kletten abspülen und ich habe eine teilweise nackige Katze ;-)

Problem dabei: Die Katze 30 Minuten am Lecken zu hindern ist im Wachzustand nicht möglich. Mit einem Katzenkragen zu arbeiten, würde vermutlich bedeuten, daß es nur einmal klappt und dann nie wieder (jedenfalls nicht ohne Verwundungen meinerseits).

Einmal im Jahr eine Narkose finde ich auch nicht gerade schön.

Da stellt sich mir doch die Frage, ob es nicht ein Schlafmittel gibt, was man der Katze oral verabreichen kann. Dann würde sie diese ganze Aktion verschlafen und sie hätte keinen Streß.

Gibt es sowas? Oder haben Sie eine andere Idee?

Mit freundlichen Grüßen
Christa Neumann-Wilken

Dr. Mantel: Es gibt oral zu verabreichende Sedativa, die teils auch zur Sedation vor Flugreisen etc genutzt werden.

Letztlich bringt es keinen gesundheitlichen Vorteil, eine orale Sedation gegenüber einer injizierten Variante zu wählen.

Im Gegenteil, die oralen Sedativa haben teils eine sehr lange Wirkdauer, was bedeutet, daß der Blutdruck und mithin auch die Organdurchblutung (speziell Niere!) über längere Zeit vermindert sein kann. Speziell bei Persern und deren Mischlingen würde ich vorher auf jeden Fall die Abklärung bzgl. PKD (erbliche Zystenerkrankung der Nieren) durchführen lassen.

Die schonendste Methode ist sicher eine sog. Ultra-Kurz-Narkose (intravenös zu verabreichen), die nach Intubation über Narkosegas (idealerweise Isofluran) beliebig verlängert werden kann. Gleichzeitig sollte intravenös infundiert werden, um den Kreislauf zu stabilisieren.

Dieser Vorgang ist natürlich etwas aufwendiger, aber gerade bei erwarteter regelmäßiger Anwendung sicher die sicherste Methode.

Bezüglich des Tricks mit der Enthaarungscreme kann ich Ihnen bzgl. Giftigkeit etc nicht viel sagen. Die Idee klingt hervorragend, ich würde an Ihrer Stelle trotzdem sicherheitshalber einen Veterinär-Toxikologen (z.B. an den Uni-Kliniken) fragen, inwieweit hierin Substanzen enthalten sind, die (u.U. auch kumulativ wirkend, d.h. nach mehrmaliger Anwendung plötzlich giftig) giftig sein könnten.


Sehr geehrter Dr. Rasso, [11. Februar 2007]

unser Kater sterilisiert, 4 Jahre alt und rot, reißt sich seid etwa 3 Monaten das Fell links von der Wirbelsäule bis auf die Haut heraus. Beginnt etwa 5 cm vom Schwanzansatz noch oben und ist etwa 10 cm lang und 3 cm breit!

Waren schon beim Tierarzt, konnte nichts feststellen. Er meinte man sollte, wenn es nicht aufhört einen Gewebeprobe machen. Blut wurde schon untersucht, keine Befunde.

Er macht das schon seit etwa 3 Jahren, dann hört er wieder auf, beginn ist so ab Monat November... bis Ende März ca. aber jedes Jahr, den Sommer über hat er das noch nie gemacht!?

Besten Dank für Ihre Mühe.
Klaus Seidel

Dr. Mantel: Aufgrund der regelmäßig saisonal wiederkehrenden Problematik könnte ich mit vorstellen, daß es sich um ein allergiebedingtes geschehen handelt.

Die Idee Ihres Tierarztes, eine Gewebeprobe zu untersuchen ist sicher richtig.

Alternativ könnte man eine „Versuchstherapie“ beginnen und mit Cortison (bei längerem verlauf zusätzlich Antibiose) behandeln.

Ein Ansprechen darauf würde den Allergieverdacht noch erhärten.


Hallo Herr Dr. Mantel! [2. Februar 2007]

Was kann das sein, wenn an einem Ohr die Ohrspitze nach unten geklappt ist. Mein Kater hat normalerweise spitz nach oben stehende Ohren. Seit heute ist die Spitze eines Ohres wie ein Schlappohr nach unten geknickt. Wie kann das kommen? Was stimmt da nicht mit ihm. Erst letztens hatte er wie einen epileptischen Anfall. Kann das damit zusammen hängen??

Hoffentlich können Sie mir helfen da ich etwas beunruhigt bin. 
MfG

Dr. Mantel: Unter Umständen hat er sich bei seinem Anfall am Ohr verletzt. Hierbei kann es zu Einblutungen in die Ohrmuschel kommen und dadurch wird das Ohr schwerer und kippt.

Diese Situation sollte behandelt werden, also ist es sicher ratsam, einen Tierarzt die Sache mal ansehen zu lassen.


Hallo! [26. Januar 2007]

Vielleicht können Sie uns ja weiter helfen!!!

Aber bereits sehr viel Erfahrungen mit Katzen gesammelt aber das übertrifft alles.

Haben einen ausgesetzten Kater von Nachbarskindern die ihn gefunden haben aufgenommen. Laut Tierarzt war Leo damals 10 Wochen alt. Wir haben in impfen lassen und er ist auch bereits kastriert worden. Aber Leo beißt und kratzt grundlos. Fällt unsere Beine an. Am schlimmsten ist, wenn meine Kinder abends schlafen gehen. Er fällt wirklich ohne ersichtlichen Grund wie ein abgerichteter Schäferhund meine beiden Kinder an. Er krallt sich an dem Arm fest und beißt massiv rein. Wir wissen nicht mehr weiter, wir haben es auch schon mit der Wasserpistole versucht. Nützt aber nichts. Es interessiert ihn nicht. Wenn wir dann aus Verzweiflung die Kinderzimmertür zu machen schreit er fürchterlich.

Unsere Nerven liegen plank, wir wissen uns keinen Rat mehr haben aus Verzweiflung schon in Erwägung gezogen in abzugeben.

Bitte helfen Sie uns.
Vielen Dank im voraus.

Dr. Mantel: Was Sie beobachten ist sicher ein Problem, das aufgrund von "Streß", in welcher Form auch immer bei Ihrem "Leo" entstanden ist.

In einem komplexen Fall wie diesem sollten Sie sich an einen verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarzt wenden, der sich auch mit Ihrer häuslichen Situation, Anzahl und Alter der Kinder etc befassen wird.

Leider kann ich Ihnen auf diesem Weg keinen heißen Tip anbieten.


[21. Januar 2007]

Ich lebe zusammen mit einem zwei Jahre alten Kater aus dem Tierheim. Er hat bis vor einem Jahr zusammen mit seinen Geschwistern auf einem Bauernhof gelebt und war sehr sozial zu anderen Katzen. Damit er nicht so allein ist würde ich gerne noch einen 6 Monate alten kastrierten Kater zu mir holen. Müßte ich mich auf blutige Rangkämpfe einstellen?

Diana Böhler

Dr. Mantel: Oft geht das neue Miteinander gut, es kann aber natürlich auch gewisse Streitereien geben.

Wichtig: möglichst viel Platz, damit der eine oder andere ausweichen kann, mehrere Futter- und wasserschalen verteilt aufstellen und mind. 1 Katzenklo pro Katze.

Oft hilft ein Pheromon-Zerstäuber, wenn Spannungen auftreten. Gibt's beim Tierarzt.


Guten Tag Herr Mantel, [20. Januar 2007]

ich habe ein junges Katzenpaar zu uns geholt. Der Kater ist nun 12 und die Katze 7 Monate alt. Bei dem Kater wurde uns versichert, daß er kastriert sei, ich als Katzenlaie habe leider nicht bescheid gewußt wie man dies erkennen kann und ob man es überhaupt erkennt. Nun ist das Mädel kurz vor Silvester das erste Mal rollig geworden und sie haben sich auch miteinander gepaart. Nach vier Tagen war dann die Rolligkeit auch schon wieder beendet. Jetzt nach drei Wochen kann ich feststellen, daß die Zitzen

ziemlich groß und dunkel geworden sind. Sie wird also tatsächlich trächtig sein... Ich habe mich schon ausführlich darüber informiert. Nun möchte ich von Ihnen noch gerne wissen, was ich am besten füttern sollte und ob es eventuell zu Schwierigkeiten kommen könnte während der Geburt, da unsere "Kleine" noch ziemlich klein und sehr zierlich ist.

Ich bedanke mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen,
Julia H.

Dr. Mantel: Nach Ihrer Beobachtung ist es tatsächlich mehr als wahrscheinlich, daß das kleine Kätzchen trächtig geworden ist.

Sie sollten in der nächsten Zeit möglichst "normal" weiterfüttern, aber darauf achten, daß die Katze genug Futter hat, um (vor allem in den 2 Wochen vor der Geburt; Katzen tragen ca. 60 Tage) jederzeit fressen zu können, wenn sie es mag.

Im Allgemeinen geht eine Geburt bei Katzen recht problemlos vonstatten, aber man sollte natürlich ein Auge auf sie haben, ob sich Anzeichen für Geburtsproblem zeigen.

Wichtig: Nicht allzu viel anfassen, tragen etc, wenn die Katze mal mit der Geburt angefangen hat. Manche Katzen brechen daraufhin den Geburtsvorgang zunächst wieder ab, weil sie nicht ihre Ruhe haben.

Praktisch: ein Nest aus alten Handtüchern, Laken o.ä. in einem großen Pappkarton o.ä., den man vorsichtig von oben öffnen kann um gegebenenfalls nachsehen zu können, ohne die Katze zu stören.

Wenn sich ein bis 2 Stunden nach Platzen der Fruchtwasserblase nichts getan hat, sollte man einen Tierarzt anrufen...


Einen wunderschönen Guten Tag! [9. Januar 2007]

Meine Katze war heute Vormittag beim kastrieren, ab wann darf sie wieder fressen entscheidet sie das selber oder wie ist das?

Danke im Voraus
MFG Katja

Dr. Mantel: Am Tag der Operation sollte im Allgemeinen nichts mehr zu fressen gegeben werden, Wasser (in mehreren kleinen Portionen) darf nach Absprache mit Ihrem Tierarzt gegeben werden.

Am Tag nach der Kastration dürfen/wollen die meisten Patienten wieder fressen; u.U. sollte man nach der Kastration das Gewicht der Katze im Auge behalten und idealerweise in eine Liste eintragen.

Nach der Kastration benötigt der Körper meist deutlich weniger Energie als vorher! Also Vorsicht beim Füttern.


Hallo Dr. Mantel, [07. Januar 2007]

wir haben vom letzten Wurf unserer dreijährigen Kätzin einen Junges (Kater) behalten, danach wurde sie kastriert. Unser Kater ist jetzt 5 Monate alt und seine Mutter faucht und knurrt ihn an, und versucht ihn zu verjagen. Da er aber weiterhin bei uns bleibt, sucht unsere Kätzin jetzt verstärkt Asyl bei einer Nachbarin. Diese ist jedoch wegen ihrer eigenen Katze, die von unserer immer massiv angegangen wird nicht sehr erfreut darüber.

Wie kann ich reagieren, damit sich Mutter und Sohn verstehen und unsere Kätzin nicht davonläuft, ich kann sie nicht ewig im Haus einsperren, da sie bisher Freigängerin war.

Liebe Grüße
Anja Wolf

Dr. Mantel: Die Gewöhnung der beiden aneinander kann schwierig sein, weil das verhalten der Mutter ja eigentlich der Natur entsprechend ist.

Ich würde auf jeden Fall ein Pheromon-Spray (Feliway, beim Tierarzt) einsetzen, den Kleinen möglichst kastrieren lassen und möglichst viele Rückzugsmöglichkeiten für die Katze schaffen. Zusätzlich mehrere Freßplätze, Katzenklos etc.

2006

hallo, [22. Dezember 2006]

ch wollte sie fragen, was ich in diesem fall tun könnte, oder ob man nichts machen kann.

Ich habe einen sehr sehr schönen lieben Kater 1/2 Jahr alt, wenn er frißt schlingt er so dermaßen, daß er fast jedesmal sich übergibt. Es ist nicht die Menge, sondern das schnelle schlingen.

Denke mal, wenn ich ihm das essen zwischendurch wegnehme, dann erreiche ich doch genau das Gegenteil und er wird noch schneller fressen -- oder ??

Wie könnte ich da vorgehen, bzw. was könnte ich da machen.

Bestrafung ist ja völlig fehl am platz für eine Katze !!! und würde ich auch "nie" machen.

Er ist noch nicht dick, aber ich will vorher handeln, damit es gar nicht so weit kommt. 

Immer mehrmals eine kleine menge hinstellen ist auch nicht das wahre, wegen der anderen Katze und oft hat man unter der Woche in der früh die zeit nicht.

Habe noch eine Katze, die frißt völlig normal.

Wäre sehr lieb von ihnen wenn sie mir da einen Tip geben könnten.

Vielen dank im voraus
R. Schnauder

Wünsche ihnen relaxte Feiertage und alles Gute fürs kommende Jahr.

Dr. Mantel: Ich denke, Ihre Ansicht ist richtig: es handelt sich um kein echtes Krankheitsproblem, sondern um das zu schnelle Fressen.

Ich würde sicherheitshalber trotzdem zunächst eine Untersuchung durch einen Tierarzt durchführen lassen (idealerweise mit Kot- und Blutuntersuchung), um eine organische Erkrankung sicher auszuschließen.

Wenn das ok ist, dann würde ich über einen Futterautomaten nachdenken, der - ähnlich wie beim Fischefüttern - das Futter nur portionsweise hergibt.

Eine andere Möglichkeit sehe ich kaum, aber u.U. gibt sich das Problem auch  mit der Zeit.

Schon mal getrennte Fütterung beider Katzen versucht (wg. Futterneid)?


Hallo, [17. Dezember 2006]

Ich habe von einer Katze gehört, die nur im Außenbereich gehalten werden darf!

Wissen Sie um welche Rasse es sich hier handelt?

Grüße Oliver

Dr. Mantel: Eine Katzenrasse, die nur im Freien gehalten werden darf ist mir nicht bekannt.

Wir reden beide von einer Hauskatzenrasse, oder?


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [14. Dezember 2006]

ch habe folgendes Problem, ich habe zwei Katzen welche aus dem Tierheim sind. Sie sind seit fünf Jahren bei mir und sind reine Wohnungskatzen. Ich habe jetzt eine neue Beziehung und lebe momentan in zwei Wohnungen. Zum Leidwesen der Katzen bin ich oft nur kurz bei ihnen. Es ist oft so daß ich zwei Tage in der einen Wohnung, dann wieder in meiner Wohnung bei den Katzen. Meine Frage ist daher ob man Katzen auch an zwei Wohnung gewöhnen kann? Ich weiß mir keinen anderen Rat mehr.

Mit freundlichen Grüssen
Christiane Pham

Dr. Mantel: Die Gewöhnung von Katzen an zwei verschiedene Wohnorte ist sicher nicht ganz leicht, aber durchaus machbar, im Prinzip ist es ja nur eine Reviererweiterung.

Das größere Problem ist meist der Transport zwischen beiden Wohnungen, weil Katzen meist nicht gerne verreisen (sprich. im Korb sitzen).

Für beide Probleme gibt es bestimmte Pheromonsprays oder –verdampfer (z.B. Feliway), die ein katzentypisches „Wohlfühl-Hormon“ imitieren und so streßlindernd wirken.


Sehr geehrter Herr Dr. Mantel, [14. Dezember 2006]

ich habe eine kleine Katze (6 Monate alt). Ich habe sie gefunden und der Katzenschnupfen hatte bereits ein Auge zerstört. Dieses wurde mittlerweile operativ entfernt.

Mittlerweile wurde sie auch das 1. Mal gegen Katzenschnupfen geimpft. Jetzt allerdings hat sie wieder Schnupfen und sie röchelt den ganzen Tag. Sie schläft sogar mit offenem Mund. Sie bekam Antibiotika und bei der nächsten TA-Untersuchung meinte der TA, es sei jetzt nicht mehr akut und der Schleim müßte sich nur noch lösen. Er hat mir eine Salzwasserlösung in der Spritze mitgegeben. Das soll ich jeden Tag in die Nase spritzen (was gar nicht so einfach ist).

Was könnte ich noch tun, daß der Schleim endlich löst und die Kleine wieder normal atmen kann?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
M. Morbitzer

Dr. Mantel: Es gibt schleimlösende Mittel (z.B. ACC 100, in jeder Apotheke), die man zusätzlich geben kann.

Leider ist bei chronischen Schupfen-Patienten häufig auch die Struktur der Nasenmuscheln stark verändert, so daß dieses Problem u.U. nur sehr schwer, wenn überhaupt, wieder in den Griff zu bekommen ist.

Schleimlöser, immunstimulierende Mittel und Pflege sind oft das einzig mögliche bei diesen armen Patienten.


Einen schönen guten Tag! [12. Dezember 2006]

Wir geben einem Kater (EKH-Kathäusermischling; 3,5 Jahre; kastriert) und einer Katze (EKH; 8 Monate) ein zu Hause. Beiden haben sich gut an einander gewöhnt und spielen und tollen zusammen herum. Gestern haben wir die Kleine kastrieren lassen. Als wir sie wieder nach Hause geholt haben, fauchte der Kater die Kleine an und rannte sofort unter die Couch, was er macht, wenn er Angst hat (sehr selten der Fall). Immer, wenn er die Kleine sieht, fängt er an zu knurren. Er sitzt nur noch auf dem Schrank und zieht sich zurück, obwohl die Kleine nichts weiter macht. Wir machen uns um das gemeinsame

Zusammenleben echte Sorgen, weil wir nicht wissen, wieso er so reagiert, woran es liegt und wie wir wieder eine harmonische Katzengemeinschaft zwischen den beiden herstellen können. Können Sie uns weiterhelfen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
Eine besorgte "Katzenmutter"

Dr. Mantel: Das beschriebene Verhalten kommt öfter vor, wenn einer von beiden beim Tierarzt war.

Der Geruch ist dann anders, v.a. nach Narkosen erscheint die betreffende Katze der anderen völlig verändert (was sie ja auch noch ein wenig ist).

Meist gibt sich das nach einiger Zeit.

Manchmal hilft es, grundsätzlich beide Katzen zum Tierarzt zu bringen, auch wenn nur eine von beiden "gemeint" ist.


Hallo Dr. Mantel, [11. Dezember 2006]

Mein Freund und ich vermissen unseren kastrierten Kater seid 2 Wochen... wir hoffen jeden Tag das er zurück kommt...Wir waren gestern in einem Tierheim.

Aber da konnten sie uns auch nicht helfen. Das Dumme ist nur, daß wir uns überlegt hatten, wenn ein bißchen Gras über die Sache gewachsen ist, daß wir uns evtl. wieder einen Kater holen würden.

Meine Frage: Was ist wenn Momo zurückkommen und den Neuzugang sehen würde? Würde er sehr traurig sein und evtl. wieder abhauen? Das wollen wir auf gar keinen Fall riskieren!

Wären sehr dankbar wenn sie uns da helfen könnten!

Danke
Carolin

Dr. Mantel: Zunächst wird Ihr zurückgekommener Kater (das hoffen wir ja zumindest) sicher nicht auf Anhieb erfreut sein, einen Konkurrenten in "seiner" Wohnung zu finden.

Eine solche Situation kommt natürlich immer mal wieder vor, wird dadurch aber natürlich nicht einfacher.

Die Wahrscheinlichkeit, das Ihr Kater wieder zurückkommt sinkt natürlich mit der Dauer seiner Abwesenheit (klingt ein wenig kalt, aber so ist es leider).

Ich würde zunächst einmal 6-8 Wochen verstreichen lassen und erst dann einen neuen Kater ins Haus holen.

Sollte Ihr Momo dann doch noch zurückkommen, muß man eben versuchen, beide aneinander zu gewöhnen (zunächst mal kein Freigang, Pheromon-Verdampfer etc).


Hallo Dr. Mantel, [25. Oktober 2006]

ch habe ein Problem mit meiner 18 Monate alten Katze. Ich hoffe, daß Sie mir mit einem Rat helfen können. So, ich versuche Ihnen einfach mal zu schildern, wie alles begann. Im April 2005 kaufte ich mir eine 12 Wochen alte BKH Katze. Ich war von dieser Rasse so sehr begeistert, daß ich unbedingt noch eine BKH haben wollte. Also nahm ich Kontakt zu einer BKH Züchterin auf. Diese hatte noch einen 6 Monate alten BKH Kater, in den ich mich sofort verliebt habe. Der Kater zog dann im Februar 2006 bei uns ein. Selbstverständlich war das bei den Katzen keine liebe auf dem ersten Blick. Als dann etwas Zeit vergangen ist (ca. 3-4 Wochen) war alles in Ordnung. Die beiden spielten zusammen, haben auch zusammen gefressen und ab und zu lagen sie auch zusammen. Keiner der beiden markiert. Es war alles harmonisch. Ab da war ich auch überzeugt davon, daß ich diese Rasse, die ich absolut verfallen bin, gerne anfangen wollte zu züchten. Die Züchterin, von der ich den Kater habe, stand mir auch mit Rat und Tat zur Seite. Im Juli 2006 war es dann auch endlich soweit unser erster BKH Wurf ist geboren. Es waren 4 kleine Babys einer süßer wie der andere. Unsere Katze und unser Kater kümmerten sich rührend um die kleinen. Lagen immer wieder zusammen in der Wurfbox. Als die kleinen anfingen herumzutippeln spielte unser Kater liebend gerne mit seinem Nachwuchs. Unsere Katze hatte nichts dagegen und schaute sogar gerne zu. Als die Rasselbande dann 6 Wochen alt war ist noch eine BKH Katze bei uns eingezogen. Die Katze war 12 Wochen alt. Unser Kater hat sie sofort nett begrüßt und ist seit dem nur noch bei ihr. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Unsere Katze dagegen hat sie nicht gerade herzlich begrüßt. Es wurde viel gefaucht und immer wieder wurde die kleine Katze verjagt. Nach 2 Wochen haben alle zusammen gefressen der Kater, die Katzen und auch die Babys. Ich dachte Hurra das schlimmste ist vorbei. Abends saßen mein Mann und ich im Wohnzimmer und haben Fernsehen geschaut. Unser Kater und die beiden Katzen waren in der Küche. Die Babys haben im Wohnzimmer geschlafen. Dann kam unser Kater ins Wohnzimmer und wollte zu den Babys. Das hat er immer gemacht mal nachschauen was die machen. Plötzlich kam die Mutterkatze reingeschossen wie der Blitz und hat den Kater richtig attackiert. Wir konnten sie nicht mehr beruhigen. Sie hat den Kater von da an nur noch angegriffen. Ich war hilflos und brachte den Kater und die kleine Katze erst einmal in die obere Etage. Die beiden durften von da an nicht mehr unten rein, weil unsere Katze das nicht zuließ. Als alle Baby Katzen ein neues Zuhause gefunden haben, habe ich alle Türen einfach offen stehen lassen. Mittlerweile dürfen die beiden auch wieder unten rein. Unsere Katze ist nicht mehr soo explosiv wie vorher. Aber sie hält die beiden immer im Schacht. Der Kater und die Katze verstehen sich wieder. Aber die beiden Kätzinnen untereinander überhaupt nicht. Sie gehen sich aus dem Weg. Außerdem hat unsere ältere Katze schon zwei Mal neben dem Katzenklo ein Häufchen gemacht. Ab und zu sind alle drei im Wohnzimmer wobei die junge Kätzin immer ängstlich nach der älteren schaut. Ich weiß nicht was ich machen soll. Wird sich da was ändern? Was kann ich machen?

Liebe Grüße
Daniela

Dr. Mantel: Das Problem scheint die Rangordnung unter Ihren Katzen zu sein. Mittlerweile scheint sie zwar weitgehend abgeschlossen, trotzdem müssen ja alle drei auf einem bestimmten Territorium zusammen leben und u. U. braucht es noch ein wenig Rückzugsmöglichkeit für die eine oder andere.

Insgesamt sollte (zumindest am Anfang) pro Katze mindestens ein Katzenklo vorhanden sein, auch genügend Liegeplätze, Näpfe etc., so daß es nicht zu direkten Kämpfen um etwas kommen muß. Unter Umständen legt sich die Problematik weiter (hat sie ja bisher auch schon zusehends), aber das braucht Zeit und das können Sie selber nicht wirklich beeinflussen.

Lassen Sie den dreien etwas Zeit.


Guten Tag Herr Dr. Mantel, [24. Oktober 2006]

können Sie uns weiterhelfen?

Unser Geschwisterpärchen (11 Jahre und Perserkatzen) sind natürlich keine Freigänger. Im Sommer halten sie sich gerne im Garten auf, welchen sie auch nicht verlassen. Auch nachts wird ein Katzenfenster offen gelassen. Jetzt, wo der Sommer vorbei ist, wird das Fenster geschlossen. Eine Katze benutzt nach wie vor das Katzenklo, die andere uriniert nur noch im Katzenklo und verrichtet bei geschlossenem Fenster ihr Geschäft in der Diele, ca. 3 m vom Katzenklo entfernt. Wir haben schon alles Mögliche versucht wie Stelle eingesprüht, neues Katzenklo/Streu usw. Wird das Fenster wieder geöffnet, bleibt die Diele sauber.

Natürlich wollen wir das Fenster im Winter geschlossen halten (ca. 1 m lang und 50 cm breit mit Gittern). 11 Jahre hat das geklappt und nun nicht mehr, obwohl keinerlei Veränderungen in unserer Wohnung sind. Mein Gefühl ist, daß unsere Katze ihr großes Geschäft unter freiem Himmel verrichten möchte.

Haben Sie einen Rat? Im voraus besten Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Ingrid T.

Dr. Mantel: Ihr Gefühl ist völlig richtig, wobei die Ursache nicht ganz klar erscheint. Ich würde es zunächst mit einem weiteren Katzenklo an anderer Stelle versuchen; unter Umständen erzielen Sie damit einen Erfolg. Sollte das (und u. U. die Verwendung eines Pheromonverdampfers) nicht erfolgreich sein, müssen Sie u. U. wirklich über eine Katzenklappe nachdenken bzw. das Problem mit einem auf Verhaltenskunde spezialisierten Tierarzt erörtern.


Hallo Herr Dr. Mantel, [23. Oktober 2006]

seit vier Jahren lebt der ca. 7 jährige Kater Rudi bei uns. Zwei Monate später zog das Katzenbaby Luzie bei uns ein, nach noch einmal vier Monaten nahmen wir die halbwilde Katze Nelly zu uns. Nelly wurde gezähmt und ist indessen sehr unkompliziert: sie läßt sich streicheln, hat sich an unser Leben angepaßt, ist gerne im Haus, hat aber auch weiterhin wie die anderen beiden Freigang.

Da Kater Rudi in diesem August wiederholt an einer Blasenentzündung erkrankt war, bekam er dieses Mal zusätzlich zum Antibiotikum, Cortison-Tabletten. In dieser Zeit beobachtete ich eine Veränderung in Rudis Verhalten: der sonst so soziale Kater fing an, die beiden Katzenmädchen aggressiv zu jagen. Das geht soweit, daß er Nelly verhaut und sie vom Grundstück vertreibt. Luzie ist nicht so zart besaitet und läßt sich das nicht gefallen - so daß sich das indessen wieder relativiert hat. Aber Nelly - die bislang ein treuer Katzenkumpel für Rudi war - hat regelrecht Angst vor ihm.

Er setzt sich neben sie und plötzlich verteilt er Katzenhiebe - für uns ohne jeden Anlaß.

Rudi wird jetzt schon seit Wochen mit Bachblüten behandelt - aber es hat sich noch nicht wirklich eine Wirkung gezeigt.

Noch eine Zusatzinformation: Seit April haben wir zwei Pflegekatzen vom Tierschutzverein aufgenommen. Henry und Lissy-Geschwister waren zunächst sechs Wochen in einem separaten Raum, seit Anfang Juni haben wir sie aber nicht mehr separiert. Rudi durfte von Anfang an zu den beiden und kommt gut mit den beiden klar. Luzie mag die beiden gar nicht, Nelly verhält sich neutral.

Die beiden Pflegekatzen leben als Wohnungskatzen im ersten Stock - und besonders Lissy traut sich auch nur in wenige Räume dort, da sie Angst vor Luzie hat. Luzie teilt Lissy immer wieder mit, daß sie sie nicht duldet, verprügelt sie aber nicht. Die Begegnungen der beiden sind jedoch selten: maximal drei Mal am Tag für ca fünf Sekunden.

Indessen lassen wir Henry seit ein paar Tagen nach draußen, wo Rudi gerne mit ihm spielt.

Rudi paßt, seitdem sich sein Verhalten geändert hat, auch immer auf, wenn es in den Büschen am Gartenzaun raschelt, und rast dann dorthin: es könnte ja Nelly sein - und dann beginnt die Jagd, die Nelly schon einige Kratzer gekostet hat.

Zu Henry geht er auch - aber er zeigt keine Aggressionen.

Wie kommt es, daß sich zwei Tiere, die bislang wunderbar miteinander ausgekommen sind, auf einmal nicht mehr mögen? Ich kann mir das nicht erklären.

Was kann ich tun? Ich möchte Nelly nicht verlieren - sie kommt jetzt manchen Abend nicht mehr nach Hause.

Vielen Dank im voraus,
Kerstin Bigalke

Dr. Mantel: Nach Ihrer Beschreibung begann das Problem ja mit den Harnwegsinfektionen von Rudi. Solche Infektionen können aus verschiedensten Gründen auftreten, manchmal ähnlich wie beim Menschen auch psychisch bedingt. In einem solchen Fall können bestimmte Antidepressiva helfen. Auch wenn sich das zunächst komisch anhört, würde ich hier ansetzen und eine komplette Untersuchung der Harnwegsprobleme von Rudi beginnen. Hier muß eine Ursache gefunden und bekämpft werden, wenn keine zu finden ist, ist es u. U. eben tatsächlich ein psychische Problem, das man lösen muß.


Hallo! [22. Oktober 2006]

Meine Katze hat vor 6 Wochen das 2 mal geworfen, jetzt sieht sie aus, als wenn sie nix mehr ißt.

Sie ist total abgemagert das wird von Tag zu Tag schlimmer, aber sie frißt viel fast 5 Dosen am Tag. Sie hat auch durchfall. Was kann das denn sein?

Ich mache mir große sorgen.

Dr. Mantel: Sie sollten die Katze auf jeden Fall einem Tierarzt vorstellen, der sie untersucht. Sicher ist auch eine Kotuntersuchung hilfreich. Je nach Befund muß dann die Behandlung festgelegt werden.


Hallo Herr Dr. Mantel, [22. Oktober 2006]

ich habe eine Frage, und zwar habe ich nach langer Suche endlich eine weiße Maine Coon gefunden!! Aber das Problem ist wie das mit der Einreise ist, weil die Katze aus der Schweiz kommt!

Ich möchte nun von Ihnen wissen, was ich alles zu beachten habe??

Vielen Dank im Voraus
Wagner Lena

Dr. Mantel: Die Schweiz ist bzgl. der Einreisevorschriften mit den EU-Ländern gleichgestellt („gelistetes Drittland“). Das heißt, die Katze benötigt einen Impf-Ausweis, eine eindeutigen Identifizierungsmöglichkeit (Mikro-Chip, im Ausnahmefall Tätowierung) sowie eine gültige Tollwutimpfung. Bei sehr jungen Tieren (unter 12 Wochen) kann auf die Tollwutimpfung verzichtet werden, d.h. es werden keinerlei Unterlagen benötigt. Sicherheitshalber sollte dann trotzdem ein tierärztliches Gesundheitszeugnis mitgeführt werden.


Guten Abend, [19. Oktober 2006]

Wir haben einen 2,5 Jahre alten Kater, der ein Freigänger ist. Nun haben wir mitbekommen, daß er zum Fressen und Schlafen auch zu einer fremden Wohnung geht. Nun stand heute morgen ein Junge (ca.14 Jahre) vor meiner Haustüre. Er sagte seine Mutter hätte beim Vorbeifahren ihren Kater in unserem Küchenfenster sitzen sehn und er solle ihn abholen. Ihnen sei der Kater vor 1,5 Monaten entlaufen. Ich erklärte ihm, daß es nicht seine Katze sei. Da mein Kater im rechten Ohr tätowiert sei und ich außerdem einen Impfpaß für den Kater habe und er bei Tasso Haustierregister registriert sei. Der Junge antwortete nur es sei trotzdem sein Kater.

Habe auch keine Adresse und Telefonnummer um einmal mit den Elter des Jungen zu sprechen.

Was kann ich tun??

Dr. Mantel: Ich denke, Sie sollten den Jungen nach seiner Adresse fragen und das klärende Gespräch mit den Eltern suchen.

Die Besitzverhältnisse sind ja über Täto, Chip etc relativ klar ersichtlich.

Unter Umständen muß man sich bei freilaufenden Katzen auch damit abfinden, daß sie mehr als nur ein Zuhause wählen und sich mehrere Menschen "halten".


Hallo, [15. Oktober 2006]

vor knapp einem Monat ist eine einjährige Katze bei uns eingezogen. Sie hat vorher bei einer Familie gelebt, die sie aber wegen einer Allergie des Kindes abgeben mußte. Sie ist eigentlich unkompliziert, verspielt und neugierig, wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden. Ich lebe in einer WG, und sie genießt es merklich, von vielen Leuten umgeben zu sein, die ihr Aufmerksamkeit schenken.

Vor zwei Wochen ist dann mein Freund zu Besuch gekommen. In der ersten Nacht, die er hier verbracht hat, hat sie einen Haufen direkt vor das Katzenklo plaziert. Dieses war frisch gereinigt, außerdem ist sie stubenrein und benutzt das Katzenklo ohne Probleme, auch bei Platzwechsel. Sie hatte keinen Durchfall und das Klo war gut zugänglich.

Zwei Tage später habe ich meine Tür geschlossen ohne darauf zu achten, daß sie im Flur saß. Kurze Zeit später entdeckte mein Freund dann wieder einen Haufen direkt neben dem Klo. Ich habe sie beide Male nicht bestraft und bin darüber hinweggegangen.

Seit er da war, hat sich auch ihr Verhalten beim Schmusen verändert. Sie kommt zwar immer noch an, springt auch auf den Schoß und reckt den Bauch entgegen. Aber sie schlägt plötzlich und mit kaum merklichen Vorzeichen in der Körpersprache- und Spannung zu und beißt auch. Das hat sie vorher nicht gemacht. Ich puste ihr ins Gesicht und gehe weg und ignoriere sie erst einmal, wenn das geschieht.

Heute Morgen hat sie wieder vor das Klo gemacht, als ich mit einer Freundin in meinem Zimmer war und die Fenster geputzt habe. Ich habe die Türe geschlossen, damit sie nicht hinausspringt, und danach die Bescherung entdeckt... Ich führe ihr Verhalten auf Eifersucht zurück.

Was kann ich tun?
Ist mein Verhalten richtig?
Was kann ich tun?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Pia Ronge

Dr. Mantel: Ihr Verdacht, es handelt sich um Eifersucht, ist völlig richtig. Nachdem Sie vorher der alleinige Partner für die Katze waren, ist sie natürlich nicht erfreut, daß da plötzlich noch jemand da ist, mit dem sie teilen muß.

Versuchsweise können sie anfangen, synthetische Geruchshormone ("Pheromone") zu versprühen (gibt es als Spray oder Vernebler, Ihr Tierarzt kann Ihnen helfen), was zu einer positiven Grundstimmung führt, so daß die Katze in guter Laune Zeit hat, sich an Ihren Freund zu gewöhnen.

Wenn dieses verhalten sich gar nicht ändert, ist es sicher auch ratsam, einen auf Verhaltenstherapie spezialisierten Kollegen aufzusuchen.


Hallo, [14. Oktober 2006]

wir haben uns vor einem Jahr zwei kleine 12 Wochen alte Katzenbabys zugelegt. Die beiden sind aus einem Wurf und sind beide weiblich. Zunächst haben wir sie in der Wohnung gehalten, da es nicht möglich war sie raus zu lassen. Im April diesen Jahres haben wir sie kastrieren lassen, da wir vor hatten sie nach draußen zu lassen und ihnen außerdem den Streß der Rolligkeit ersparen wollten. Direkt danach kam es zu Fauchereien und Rangkämpfen. Das hat sich nach ca. einer Woche wieder gelegt. Aber nun seit ca. einem viertel Jahr kommt es ständig zu diesen Kämpfen und sie fangen an zu fauchen und zu knurren wenn die andere nur in Sichtweite ist. Ich muß dazu sagen, daß sie, kurz bevor es so extrem wurde, nach draußen gelassen wurden, da wir umgezogen sind. Nach dem Umzug haben wir sie noch ca. 2 Wochen drinnen gelassen, damit sie sich an die neue Umgebung gewöhnen konnten.

Ich weiß nicht ob sich da überhaupt wieder etwas richten läßt. Aber vielleicht haben Sie ja einen Tipp für uns, was wir machen können, damit sie sich zumindest tolerieren oder eventuell wieder Freunde werden?? Es ist wirklich nicht mit schön anzusehen wie sie aufeinander los gehen, wo sie sich doch vorher so gut verstanden haben.

Bitte helfen sie uns.

Mit freundlichen Grüßen
Jes sica Trommer

Dr. Mantel: Was Sie beobachten ist wahrscheinlich eine Auseinandersetzung um die Rangordnung. Die Kastration hat damit wahrscheinlich nicht wirklich etwas zu tun, sondern diese verhalten wäre bei 2 unkastrierten Katzen auch aufgetreten.

Normalerweise stellt sich irgendwann eine stabile Rangordnung unter den Katzen ein, mit der beide leben können. Manchmal dauert das auch einige Zeit, bis Klarheit herrscht, wer was zu sagen hat.

Wenn dieses Konfliktverhalten weitergeht, sollte man beiden die Möglichkeit eines eigenen Rückzugsbereiches geben, mindestens ein Klo pro Katze und getrennte Freseplätze geben, so daß nicht ständig Grund besteht, aneinander zu geraten.

Zusätzlich kann man beispielsweise sog. Pheromone in einem Verdampfer vernebeln, die die Katzen in eine positive Grundstimmung versetzen. Ihr Tierarzt berät sie dabei.

Leider kann es auch unter Katzen mal eine echte Antipathie geben, so daß eine die andere einfach nicht leiden kann; hier hilft eben nur Abstand zu halten.


Hallo, [14. Oktober]

habe eine Katze, die im Mai diesen Jahres geboren ist. Heute hat meine kratze auf einmal einen zahn verloren! Ist das wie beim Menschen, daß die Katzen ein Milchgebiß haben und dieses dann verlieren???????????

Ich bitte um eine schnelle Antwort.

Vielen dank
Mit freundlichen grüßen

Dr. Mantel: Auch Katzen haben ein Milchgebiß, mit kleinen, recht spitzen Zähnen, das – ähnlich wie beim Menschen - gewechselt wird, so daß letztlich das bleibende Gebiß gebildet wird.

Der Zahnwechsel ist an den Eckzähnen vorne (die großen, sie heißen „Canini“) mit ca. ½ Jahr abgeschlossen, die Backenzähne kommen teils noch ein wenig später.

Bei Ihrer ca. halbjährigen Katze ist also der Zahnwechsel gerade in vollem Gange, so daß Sie etwas völlig normales beobachten.

Kein Grund zur Sorge!


Hallo, [13. Oktober 2006]

habe seit zwei Monaten ein BKH Kätzchen, weiblich, geboren am 07.Mai 06.

Habe mich zu einer Rassekatze entschlossen nachdem ich drei Katzen innerhalb von 6 Jahren verloren habe. Die letzte durch Überfahren, die vorherigen waren Tierheimkatzen, wobei die erste schon nach zwei Wochen starb und die zweite nach drei Jahren an Bauchwassersucht.

Mein neues Kätzchen macht eigentlich einen ganz gesunden Eindruck. Erst beim letzten Vergleich mit einer gleich alten Ragdoll-Katze fiel mir auf, daß mein Kätzchen für ein Jungtier recht ruhig ist. Die junge Ragdoll meiner Bekannten tobt durch die Wohnung, spielt mit jedem Spielzeug und turnt auf dem Katzenbaum umher. Meine "Amy" muß man beschäftigen denn allein spielt sie nicht. Sie wird schnell müde und schläft viel - am Tag doch auch während der ganzen Nacht. Sie miaut oft, was bis jetzt eigentlich als "Unterhaltung" gewertet habe.

Meine Frage ist: Muß ich mir Sorgen machen, da sie ruhiger ist. Steht vielleicht ein Zahnwechsel an und sie leidet unter Zahnschmerzen o.ä.?

Gleich neben uns ist eine Tierarztpraxis, wo alle meine Katzen geimpft wurden und auch Amy ihre ersten Spritzen bekommen hat. Leider kann der Tierarzt nicht besonders gut mit Katzen umgehen (finde ich) und deshalb wende ich mich mit diesem Problem an sie.

Vielen Dank.
T. Helbig

Dr. Mantel: Bei Katzen gibt es wie bei Menschen unterschiedliche Charaktere; der eine ist ein wenig ruhiger, der andere unternehmungslustiger. Soweit kann also bei den beiden Katzen jeweils alles normal sein. Der Zahnwechsel ist sicher momentan im Gange, macht aber meist keine sichtbaren Probleme.

Solange Sie von Ihrer Katze einen guten Eindruck haben, sie frißt und trinkt und auch spielt, ist wahrscheinlich alles in Ordnung.

Generell ist bei einem auffälligen Verhalten der Besuch beim Tierarzt sinnvoll, wo neben der Allgemeinen Untersuchung nach Möglichkeit eine Blutuntersuchung (je nach bisheriger Lebensweise incl. Katzenseuchenprofil) durchgeführt werden sollte. Wenn dabei alles Werte unauffällig sind, besteht meist kein Grund mehr zur Sorge und man ist beruhigter und schläft besser.


Hallo, habe eine Frage. [12. Oktober 2006]

Meine Katze 1 1/4 Jahr hat 4 Junge bekommen, die sie alle mit Überliebe bemuttert und bewacht hat.

3 haben wir weggegeben, eine weibl. behalten. Die Kleinen sind am 10.05 geboren. Bis Ende September hat sie die kleine Katze immer noch bemuttert, geleckt und besonders draußen vor allem beschützt. Inzwischen aber attackiert sie die Kleine, haut kräftig nach ihr, rennt ihr sogar hinterher, knurrt, wie ein Hund und  ist urisch böse drauf. Streicheleinheiten von uns nimmt sie nur ganz selten in Anspruch, manchmal schimpft sie auch mit mir, wenn ich sie nur anrede.

Die Kleine versteht das nicht und rennt Mamma immer wieder hinter, da sie ja lange zusammen gespielt und gerauft haben.

Die große Katze ist heute kastriert worden, hat vor zwei Monaten angefangen zu markieren.

Was kann man machen bzw. was kann da für ein Problem vorliegen?

Danke S.Lüdicke

Dr. Mantel: Es ist für Katzen normal, ihre Jungen irgendwann quasi zu „verjagen“, wenn sie alt genug sind. Ab einem gewissen Alter empfinden sie die Kleinen oft eher wie einen Eindringling als als Familienmitglied. Wenn Sie beide behalten möchten, ist es wichtig, den beiden die Möglichkeit zu geben, die Sache „unter sich“ auszumachen. Wichtig ist auch, beiden eine eigene Futterstelle, ein eigenes Klo etc zur Verfügung zu stellen. Außerdem muß Platz sein, damit jede ihr eigenes „Rückzugsgebiet“ hat. Meist gibt sich die Sache nach einiger Zeit damit von selbst.


Sehr geehrter Herr Dr. Rasso, [01. Oktober 2006]

ich habe eine Frage zum Verhalten meinem 8-jährigen Kater: seit etwa zwei Jahren kommt er jede Nacht (im Sommer) durch mein offenes Dachfenster. Bisher weckte er mich dann, in dem er mir mit den Pfoten ins Gesicht langte und mich auch mal leicht kratzte, wenn ich nicht gleich aufstand. Ich ging dann mit ihm runter, gab ihm etwas zu essen und ließ ihn wieder raus oder er schlief bei mir im Bett. Seit einigen Wochen kommt er nachts allerdings viel häufiger und obwohl ich ihn füttere kommt er immer wieder zu mir ans Bett und legt mir seine Pfote ins Gesicht. Manchmal legt er sich sogar neben mich und kratzt weiter, obwohl er schon halb eingeschlafen ist.

Wie kann ich dieses Verhalten deuten? Ist er unausgeglichen? Fehlt ihm gesundheitlich etwas? Fühlt er sich vernachlässigt von mir und sucht meine volle Aufmerksamkeit und Nähe?

Ich würde mich sehr über Ihre Antwort freuen!

Mit freundlichen Grüßen,
Deborah Falk

Dr. Mantel: Die Frage nach dem seelischen Befinden einer Katze zu beantworten ist sicher eine schwierige Angelegenheit. Es ist durchaus möglich, daß bestimmte Veränderungen in Ihrem Leben (und damit dem des Katers) stattgefunden haben, die ein solches von Ihnen geschildertes verhalten auslösen.

Für solche Fragen sollten Sie sich an einen auf Verhaltenskunde spezialisierten Kollegen wenden, der Ihnen hier weiterhelfen kann.

Auf jeden Fall ist es ratsam, zunächst eine Untersuchung Ihres Katers (möglichst mit Blut- und Urinuntersuchung) vornehmen zu lassen, damit etwaige organische Probleme erkannt und behandelt werden können. Es ist nämlich durchaus oft so, daß körperliche Probleme zu einer besonderen Anhänglichkeit führen können.


Hallo, [22. September 2006]

wir haben zwei Hauskatzen, einen Kater und eine Katze. Wenn einer der beiden mir auf den Schoß springt, um zu schlafen, „trampelt er mir ausgefahrenen Krallen“ eine weile auf mir herum. Ist doch unangenehm und hat so manches Kleidungsstück ruiniert. Wie kann man solches Verhalten erklären und wie bringe ich meine Stubentiger dazu dies zu unterlassen?

Mit freundlichen Grüßen
Frank Unger


Hallo! [21. September 2006]

Ich habe vor 2 Russisch Blau Kitten zu mir zu nehmen, wovon ich in nächster Nähe meines Wohnorts die Möglichkeit nur zu einem Weibchen und zu einem Männchen hätte. Nun habe ich aber bereits einige Male im Netz gelesen, daß es später zu Verständnis-Problemen zw. Männchen und Weibchen kommen kann, auch wenn sie sich - wie zur Zeit noch - als Babys gut verstehen. Das einzige, was bislang sichtbar ist, sind die wohl normalen Rangeleien, bei denen allerdings das Weibchen manchmal etwas zickig reagiert und sein Brüderchen oft anfaucht, wenn es seine Ruhe möchte. Ist es nötig sich über den Umstand des Geschlechts Gedanken zu machen, wenn man 2 Kitten zu sich nehmen möchte? Mit was müßte ich rechnen, wenn die Beiden sich plötzlich nicht mehr verstünden?

Vielen Dank für die Antwort/en im Voraus.
Laura


Hallo, [18. September 2006]

ich wollte fragen was es für Sorten an Schlafpillen für kratzen bei langen Autofahrten gibt und wie die Wirkung von denen ist.

danke =)
mfg ceyhan


Sehr geehrte Damen und Herren, [11. September 2006]

meine Katze (jetzt 5 1/2 Monate alt) tut in letzter Zeit beim Spielen oder beim Autofahren hecheln wie ein Hund. Mund auf, Zunge etwas raus und hecheln. Was kann das sein? Was kann man tun? Ist sie vielleicht gestreßt, oder spielen wir zu viel oder einfach zu wild mit ihr. Wir haben so eine Maus am Gummiband, und die bewegen wir immer hin und her, daß die Katze sie fangen soll. Wenn Sie mir bitte helfen könnten.

Vielen Dank, viele Grüße aus Nürnberg von Andrea Maciey.


Hallo, [27. August 2006]

ich habe einen Kater 1Jahr/kastriert. Seit drei Tagen habe ich eine kleine Katze, sie ist 13 Wochen alt. Die Heranführung verlief sehr friedlich und außer fauchen und gelegentliches knurren, das nach vier Stunden aufhörte, habe ich den Eindruck die beiden verstehen sich gut. Sie fressen zusammen, schlafen nebeneinander und manchmal putzt mein KAter die Kleine auch. Er überläßt ihr das Futter und verläßt seinen Schlafplatz,(an meinem Fußende) wenn sie kommt. Seit zwei Tagen stelle ich fest, daß er die Kleine beißt, meist in den Nacken und mit der Gebärde sich über sie zu beugen. Ist das der Geschlechtsakt? Kann ich das Verhindern, sie ist ja noch ein Baby und schreit auch wenn er das tut. Außerdem verstehe ich das nicht, er ist doch kastriert. Oder bedeutet das, daß mein Kater die Kleine nicht mag und sie nicht akzeptiert. Wie soll ich mich verhalten?

Ich hoffe sie können mir helfen. Danke schon mal.

Viele Grüße
J.Z


Hallo! [22. August 2006]

Ich habe eine Frage: Eine Freundin von mir hat eine Katze, die vor etwa 11 Wochen Junge bekommen hat. Sie war etwa 4 Wochen mit ihr bei einer Tierärztin, die vermutete, daß sie wieder trächtig sei. Die Katze war auch zwischenzeitlich recht dick, aber nun kommt sie uns seit einigen Tagen wieder viel dünner vor (bzw. mal dick mal dünn- natürlich dicker, wenn sie grade gefressen hat). Wir machen uns Sorgen um sie. Wir werden natürlich, wenn es so weiter geht wieder mit ihr zur Tierärztin fahren, aber vielleicht können sie uns ja vorerst mit Tips weiterhelfen. Kann das normal sein?

Vielen Dank im Voraus!
MfG, Sara Hucklenbruch.


Hallo, [11. August 2006]

Ich habe nur eine kurze Frage. Hier: http://www.digitale-katzenfibel.de/main/verhalten.html heißt es:

"Urinstrahlen, Ausscheidungen von Anal- und seitlichen Backendrüsen dienen der Katze als Mittel der Kommunikation mit anderen Katzen, bzw. anderen Rassen."

Äußern Katzen untereinander auf diese Weise auch etwas anderes als "Verzieh dich!" und "Das gehört mir!"? Oder hat jeder dieser Gerüche eine andere Bedeutung?

Danke
Peter

Dr. Mantel: Natürlich haben viele dieser Markierungen den Sinn, ein Territorium oder Rudelmitglieder zu markieren. Aber auch persönliche Bindungen werden durch eine "Geruchsabstimmung" gefestigt und Mißstimmungen in der Gruppe durch ähnliche Geruchsnoten vermieden (Stichwort "Stallgeruch").

Zusätzlich geben diese Markierungen auch Auskunft über Zyklusstand der Kätzinnen etc., dienen also der Kommunikation untereinander.

Die Geruchshormone (lat. Pheromone) gehen also durchaus über reine Besitzmarkierungen hinaus.


Schönen Guten Abend [10. August 2006]

Mein Name ist Christian Brilke, ich habe zwei Katzen die seit ca. 3 Jahren mit mir und meiner Freundin zusammen leben (ein Männchen und ein Weibchen). Von einem Tag zum anderen können sich die Katzen nicht mehr in einem Raum aufhalten ohne aufeinander loszugehen, das geht jetzt ca. seit drei Tagen so. Am Anfang dachten wir es ist so eine Art Kampf um die Rangordnung aber die zerfleischen sich ja faßt. Wir können das natürlich nicht mit ansehen. Wir sind völlig ratlos. Bitte helfen sie uns!

Mit freundlichen Grüßen
Christian Brilke

Dr. Mantel: Kämpfe unter Katzen, die sich bis dahin gut verstanden haben, können aus verschiedenen Gründen aufflammen.

Oft sind diese Ursachen nicht eindeutig zu klären. „Klassiker“ sind Veränderungen der Lebensumstände (neues Haustier, neuer Lebenspartner, Geburt eines Babys), aber auch äußere Faktoren können die Reizschwelle deutlich erniedrigen (beispielsweise Baulärm vor der Wohnung etc).

Ein wesentlicher Punkt kann auch Alter oder Krankheit/Schmerzen einer Katze sein, so daß ihr Stand in der Hierarchie sich verändert. Dies kann durchaus zu Kämpfen führen, bis eine neue Ordnung eingerichtet ist.

Neben einer Untersuchung beider Katzen sind verschiedene Maßnahmen hilfreich:

Bestimmte Pheromone (Geruchshormone) sind synthetisch nachgebildet und als Spray oder Verdampfer erhältlich. Sie versetzen die Katzen in eine positive Grundstimmung und schaffen bestimmte Aggressionen aus der Welt (gut auch z.B. zur Eingewöhnung einer neuen Katze oder bei ungewohntem „Hausarrest“).

Wichtig ist auch, Rückzugsmöglichkeiten zu bieten: pro Katze mind. Ein Katzenklo, möglichst mehrere Kratzbäume, Lager etc sowie Futter- und wasserschalen für jede Katze, möglichst nicht direkt nebeneinander.


Hallo Katzenfreunde,

wir haben zwar schon 7 Zwerge (Sprich Katzen), spielen aber mit dem Gedanken, 1-2 weitere Babys von einem Katzenverein zu übernehmen. Jetzt diskutieren wir auch mit der Frau des Vereins über Sinn und Unsinn eines Bluttests und der evtl. Gefährdung der bei uns lebenden Katzen durch evtl. Erreger der Katzenkinder.

Sie sagt, sie würde keine Bluttests mehr durchführen lassen, denn verschiedene Erreger hätte jedes Tier und wie beim Menschen ist es zu unwahrscheinlich, daß etwas zum Ausbruch kommt. Sind das Impfen und die Untersuchungen denn nun wirklich sinnvoll oder wird dies nur aus wirtschaftlichen Interessen der Industrie "empfohlen"?

Können Sie uns hierzu etwas aus Ihrer Erfahrung mitteilen?

Viele Grüsse,
Heiderose & Oliver

(sowie Mikesch, Kasimir, Krümelchen, Karlino, Fipsel, Mickey & Sammy)


Hallo,

seit ungefähr drei Wochen haben wir drei Kätzchen bei uns. Zuerst konnten alle drei die Augen öffnen und auch klar sehen. Nun sind aber bei einem beide Augen total verklebt (gelblich braun) und bei dem 2. fängt es nun auch schon an einem Auge an.

Meine Frage ist nun, wie ich den Kätzchen Besserung verschaffen kann.

Ist es möglich mit lauwarmen Kamilletupfer die Augen auszuwischen oder mit irgendeiner anderen Tinktur? Vielen Dank für ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Teresa Damm


Hallo!

Ich habe mir eine dreijährige Katze aus dem Tierheim geholt. Sie hat sich nach 4 Monaten sehr gut eingelebt. Ich habe mir jetzt noch eine kleinere Mietz geholt vor ein paar Tagen. Aber nun fauchen sie sich nur an. Die große Mietz zieht sich nur noch zurück unters Bett. Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich die Beiden zusammen führen kann so, daß sie sich verstehen oder wird das nicht klappen? Ich hoffe, mir kann jemand helfen. Bitte um ein paar Ratschläge. Danke.

Lieben Gruß!
Monika


Hallo,

habe seit unsere neuen Nachbarin incl. Katze ins Haus gegenüber eingezogen sind, folgendes Problem. Auf unserem Grundstück stehen zwei Bäume, ein Baum wird als Kratzbaum sowie Ausruhplatz der Katze benutzt, was zur Folge hat, das der bisher schöne Baum bald keine Rinde, geschweige denn Äste hat, da diese nach diesen Sitzungen der Katze abbrechen.

Erbitte dringend Hilfe.
Gabi


Hallo!

Danke für die Bereitstellung all dieser Informationen!

Mein Kater ist wieder mal aushäusig - bereits seit 38 stunden und ich beginne mir ernsthaft sorgen zu machen... (Wir wohnen nahe eines Naturschutzgebietes, aber auf der anderen Seite gibt es Straßen, Bauernhöfe, etc.)

Und ich mache mir wieder mal Vorwürfe, daß ich ihn nicht schon längst habe kastrieren lassen. Ungeachtet der "globaleren" Vorteile, scheute mich einfach davor, derart massiv in das leben dieses Tieres einzugreifen.

Sie haben zur Kastration nur positive Aspekte angeführt, aber was weiß man über die negativen - v. a. über die hormonellen Veränderungen nach einer Kastration? (Stichwort Depression)

Hoffend, daß mein Kater wiederkommt, ebenso wie eine antwort von Ihnen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Ihre Elke Wörndle


Hallo!

Habe trächtige Katze. Und den Kater auch noch. Möchte jetzt gerne wissen, ob ich den Kater während der Geburt und solange bis die Katzenbabys groß genug sind ausquartieren muß.

Diana Christiansen


Ich habe da mal eine Frage.

Wir haben einen 3 Katzen/Katerhaushalt:

2 Weibchen 1 Männchen.

Sie sind alle kastriertю Der Kater ist 3 Jahre, die beiden Katzen 7 und 12.

Der Kater konnte es von Anfang noch nicht lassen und bespringt unsere Katzen immer noch und beißt richtig kräftig in den Nacken. Wir dachten am Anfang der innere Instinkt läßt bestimmt bald nach. Leider ist es aber nicht so.

Kann das mal richtig gefährlich werden? Oder ist das sein Spielverhalten, die Mädels finden das aber nicht so toll??

Yvonne


Einen schönen guten Tag,

wir haben seit 4 Tagen ein 9 Monate altes Katzenpärchen aus dem Tierheim zu uns genommen. Wir waren 14 Jahre lang stolze Halter von einer KAtze, die dann leider vor 3 Wochen an Krebs gestorben war.

Die beiden machen nur Unsinn. Blumentöpfe auf Fensterbänken scheint ihnen nicht zu gefallen, also runter damit. Was aber am nervigsten ist, ist das sie uns nachts nicht schlafen lassen wollen. Die rufen sich gegenseitig, wo der andere sich schon mal nicht meldet, wenn der nicht möchte. Wir haben seit 3 Nächten kaum ein Auge zugemacht. Sollen wir am Tage mitschlafen? Was machen wir, wenn wir ab Dienstag wieder arbeiten gehen sollen total müde?

Sie sind total ängstlich. Obwohl uns versichert wurde das sie liebe Wesen sind und ruhig und verschmust. Also bis jetzt können wir das nicht erkennen?

Bitte um Info. wer bereit Erfahrungen hat.

Besten Dank. Kes


guten morgen,

ich habe ein 2 Probleme:

1) meine 6-monatige Katze weckt uns tag täglich um 5°° Uhr in der früh auf! Sie spielt, kratzt, etc. - das dauert ca. 1 stunde, dann ist wieder ruhe. Was kann ich dagegen tun. hilfe! :(

2) Sie erledigt ihr "Geschäft" zwar in Katzenklo, allerdings macht sie es eher auf die wände, bzw. gräbt die "Sachen" nicht richtig ein...

Kann ich da was dagegen tun?

mf katzen grüßen
Joanna aus Wien

Hallo,

ich möchte mal eine kleine Geschichte erzählen:

ich wohne in einem Haus mit Waldgrundstück, also ideal für meine 4 Katzen, die sich sehr viel draußen aufhalten. Letztes Jahr im April hat sich meine Bella, 3 Jahre alt, einfach aus dem Staub gemacht. Es war kurt vor ihrer geplanten Kastration. Es vergingen Monate, bis ich sie wiedersah, kam nur ganz kurz, um was zu fressen und dann war sie wieder weg.

Ende August saß sie mit ihrem 3 Jungen bei uns im Liegestuhl auf der Terrasse. Ich staunte nicht schlecht. Bella war nach einer Stunde wieder verschwunden und die Jungen blieben da.

Bis heute haben die Kleinen sich nicht wegbewegt, leider kann ich sie nicht anfassen, sie sind sehr scheu. Bella hat wohlmöglich ihre Jungen in meine Obhut gegeben. Gern möchte ich wissen, wer sich in der Zwischenzeit um Bella gekümmert hat; sie sah gut aus, wohlgenährt und gepflegt.

Sylvia Draghici


Trotz Impfung hat mein Kater seit langem Schnupfen - Niesen und Nasenschleimauswurf.

Gibt es denn nichts um den Schleimauswurf zu stoppen oder die Entstehung zu unterbinden??

Wer kann helfen, mir einen Tip geben ???

BITTE !!!

Elke

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DANKE für Ihre Antwort.

Sie frage, ob ich schon einen Tierarzt konsultiert habe. Das ist ja mein Problem, ich habe kein Vertrauen mehr zu den Tierärzten. Tierärzte in Hopsten, Ibbenbüren, Hörstel, Rheine und Tierklinik HOCHMOOR !!!!!

Habe inzwischen ein Vermögen bezahlt - jeder Arzt sagte etwas anderes und gaben alle verschiedene, z. T. teure Mittel - ohne Erfolg.

Ich fühle mich abgezockt!

Die bekannte Tierklinik Hochmoor, Gescher war das Größte. Nachdem ich dem Arzt sagte, für seine Auskunft hätte ich nicht den weiten Weg und einen ganzen Tag auf mich nehmen brauchen, dies hätte mir mein "Hausarzt" schon gesagt. Zu meinem Entsetzen sagte dieser Arzt dann - es läge am Herzen - er müsse die Katze operieren !!!!!!! Ich habe dankend abgelehnt, meinen Obolus bezahlt und bin wieder gefahren, ohne jeglichen Nutzen.

Liebe Grüsse von "Katzenmutter" Elke

2005

Hallo, mein Kater ist kastriert, 9 Jahre alt und ist zu Kindern oder anderen Menschen total lieb und läßt sich sogar von fremden Menschen dauernd auf der Straße streicheln, aber er haßt andere Katzen und nun dringt bei den Nachbarn durch die Katzenklappe ein und beißt deren Katze, die schon gar nicht mehr auf die Straße geht vor lauter Angst! Dieses mal ist er mitten in der nacht bei den Nachbarn aufs bett gesprungen und hat sich in der Katze verbissen, als die Nachbarin ihrer Katze zu Hilfe kommen wollte hat mein Kater noch die Nachbarin gebissen. Auf der flucht hat er noch die Katzenklappe kaputt gemacht und die Tapeten zerkratzt! DIE IST KEIN SCHERZ! ES IST UNS TOTAL UNANGENEHM UND WIR SIND GLAUB ICH SCHON BEI DER NACHBARSCHAFT TOTAL VERSCHRIEHEN UND BITTEN UM HILFE! Es gibt bei uns in der Nachbarschaft auch kaum noch andere Katzen. Was sollen wir machen, die Nachbarin hat uns jetzt noch höfflich um eine gebeten. Tierarzt hat mir Schlaftabletten gegeben, die ich ihm abends geben soll, das ist aber keine Lösung. Wir probieren seit gestern Bachblüten gegen Aggression. Vielleicht haben Sie noch eine andere Idee?

mfg, Marion


Unser Kater soll sich grundlos aggressiv gegenüber bestimmten Nachbarn verhalten haben

Unser kastrierter Kater >Carlos< kam im November 2001 zu uns und war damals 1Jahr alt. Er ist ein Mischling zwischen grau-getigert und Siam, also EKH, und ca. 7 Kilo schwer. Er ist eher zurückhaltend und läßt sich nicht so gern von Fremden anfassen geschweige denn einfangen. Er hatte einige Zeit gestreunt und war eingefangen worden, als er zu uns kam. Er ist gesund und regelmäßig geimpft. Er ist Freigänger und zum Fressen und Schlafen zuhause. Wenn er Lust hat geht er in der Nachbarschaft spazieren und manchmal Mäuse fangen. Er ist kein Schmusekater aber lieb und anhänglich.

Wegen >Carlos< haben wir seit Oktober 2004 ständig Ärger mit bestimmten Nachbarn (die wir eigentlich nicht persönlich kennen):  eine 84jährige Frau (verstorben im Mai 2005), ihren Sohn und seine Ehefrau. Sie wohnen 2 Straßen weiter und mehr als 500 m Luftlinie entfernt. Sie stellen unseren gemütlichen bequemen Kater als ein extrem großes aggressives Tier dar, das grundlos aus dem Hinterhalt erwachsene Leute (seltsamerweise nur Mitglieder einer bestimmten Familie) anfällt.

Oktober 2004: Die alte Frau ließ die eigene Katze rein und ging noch einmal nach draußen. Da soll unser Kater sie grundlos angegriffen und in den Spann gebissen haben. Nach 24 Stunden soll die Wunde stark entzündet gewesen sein, daraus resultierende Krankenhausaufenthalt: 5 Wochen.

November 2004: Der Sohn ging mit hinter seiner Frau her vom Haus zum Carport. Unser Kater soll aus der Dunkelheit grundlos an den Oberschenkel der Frau gesprungen sein und sich dort mit Krallen und Gebiß festgehalten haben, Therapie: Tetanusauffrischung.

Ende November 2004 fingen die Nachbarn unseren Kater mit einer Katzenfalle und brachten ihn ins Tierheim. Dank der Ohrtätowierung wurden wir benachrichtigt und konnten ihn dort abholen.  

Samstag, 22.Oktober 2005: Der Stiefsohn besuchte seine Eltern und soll von unserem Kater in den Unterarm in den Unterarm gebissen worden sein (Ende Oktober trägt man normalerweise eine Jacke mit langen Ärmeln wenn man jemanden besucht). Man fuhr ins Krankenhaus, Therapie: Versorgung der Wunde und Tetanusauffrischung. Der Stiefsohn wurde anschließend wieder nach Hause geschickt. Zu unserer großen Verwunderung wurden an unsere Haftpflichtversicherung jetzt Forderungen gestellt bezüglich Krankenhausaufenthalt und Verdienstausfall gestellt. 

Unsere 13jährige Tochter machte sich nach dem Vorfall auf den Weg und wollte unseren Kater mit Leckerchen und Streicheleinheiten nach Hause locken. Sie wollte sich auf ihre Jacke setzen und zog sie deshalb aus. >Carlos< fühlte sich wohl dadurch bedroht und biß sie in den Handrücken der rechten Hand. Am Sonntagnachmittag war die Wunde stark entzündet und wir mußten unsere Tochter für 4 Tage ins Krankenhaus bringen.

Unser Kater ist ruhig, gemütlich und bequem. Er ist gesund und regelmäßig geimpft. Er ist Freigänger und zum Fressen und Schlafen zuhause. Wenn er Lust hat geht er in der Nachbarschaft spazieren und manchmal Mäuse fangen. Er ist kein Schmusekater, aber lieb und anhänglich. Wir haben starke Zweifel, daß unser Kater (wenn er es überhaupt war) ohne Grund jemanden beißt und angreift. Wir vermuten, daß unsere Nachbarn ihn entweder in die Enge getrieben haben oder ihn einfangen wollten.

Unsere Nachbarn stellen immer mehr dreiste, unverschämte und abenteuerliche Forderungen an uns bzw. unsere Haftpflichtversicherung, die mittlerweile die 4. Akte angelegt hat. Das Alles macht uns große Probleme. Wir wären dankbar für Rat und Hilfe wie man am besten mit dieser Situation umgeht.

Familie Bernhard


Gibt es zufällig auch ein Info über das Verhalten von Katzen/Katern, wenn sie mit der Pfote das Gesicht berühren? Habe einen Stubentiger, der extremst schmusig ist und damit evtl. Aufmerksamkeit erhaschen will um gestreichelt zu werden? Könnte allerdings sein, dass er es mir bald selbst sagt, da er manchmal wirklich aussieht, als ob er gleich anfangen würde zu sprechen!

2004

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Katze ist mittlerweile 15 Jahre alt. Ich habe sie vor 8 Jahren aus dem Tierheim als mollige Katze bekommen. Alle Abnehmversuche scheiterten, da sie auch keine großartige Lust auf Bewegung verspürt. Vor einem Jahr wurde festgestellt, dass sie vermutlich an einer Eosinophilen Gastroenteritis leidet. Die Behandlung mit Kortison schlug bis jetzt gut an. Leider haben wir vor zwei Wochen bei einer Blutuntersuchung festgestellt, dass sie einen leichten Diabetes entwickelt hat. Das Futter wurde sofort auf R/D von Hills umgestellt um durch ein ev. Abnehmen den Zucker vielleicht zu stabilisieren. Dieses Futter bekommt sie jetzt seit einer Woche. Leider hat sie jetzt auch wieder Durchfall bekommen (hell, breiig, faulig riechend). Was kann ich jetzt für meine Katze noch tun? Kortison darf sie ja aufgrund des Diabetes nicht mehr bekommen?

Vielleicht haben Sie ja noch eine Idee.

Im Voraus besten Dank
Dagmar Simon


Hallo!

Erst einmal vielen Dank für die tolle Seite!

vielleicht können Sie mir weiterhelfen.

Nach einer über 20 jährigen Zeit mit einer Katzendame, haben wir nun ein Katzenpärchen bei uns aufgenommen.

Da ich mit Katern keinerlei Erfahrung habe, hier meine Frage.

Die Tiere sind nun ca. 5 Monate alt und unser Paul beginnt wohl mit der Pubertät. Gehört auch ein geändertes Fressverhalten zur "männlichen" Pubertät? Seit einigen Tagen frisst Paul nur sehr wenig oder sehr ausgesucht, ist sehr unruhig und nervös.

mfg
Carola Mokosch


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Katrin Radermacher, ich habe ein kleines Problem. Ich habe einen Kater, der jetzt über ein halbes Jahr alt ist. Er pieselt und kackt mir in die Wohnung wo er nur kann, zusätzlich habe ich noch eine Katze die jetzt ein viertel Jahr alt ist, er attakiert die kleine ganz massiv und hat ihr auch schon eine schwere Verletzung zu gefügt. Mein Kater geht ausserdem auf mich und meinen Freund los, aber vor allem ist er grösseren Tieren gegenüber äusserst aggressiv. Mein Freund und ich haben schon an viele alles versucht, damit er sich bei uns wohl fühlt und vielleicht sein aggressives Verhalten ablegt. Können Sie uns ein paar Tips geben, wir wissen wirklich nicht mehr weiter.

Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen, denn wir sind über jeden Ratschlag dankbar.

Mit freundlichen Grüssen
K. Radermacher



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